Tu Bischwat - das Neujahr der Bäume

 

 Tu Bischwat (ט״ו בשבט) bedeutet wörtlich „der 15. Schwat“. (In diesem Jahr 10. Februar). In moderner Zeit werden an diesem Tag Bäume angepflanzt. Es ist Brauch, an diesem Tag eine Frucht zu essen, die man in diesem Jahr bisher noch nicht verzehrt hat. Das Fest geht zurück auf die Mischna. Dort heißt es, das Haus Hillels bestimmte den 15. des Monats Schwat zum Neujahrsfest der Bäume (mRH 1,1).

 

 



Es ist ein Tag, an dem Früchte/Fruchtsalat gegessen werden. Im Laufe der Zeit entwickelte sich eine Tradition, die im Buch Chemdat ha-Jamin ihren Niederschlag fand, später noch in dem Buch Pri Etz Hadar, das die Aggada des 15. Schwat wurde. In der Diaspora ist es Brauch, möglichst fünfzehn Früchte, die an das Land Israel erinnern, zusammenzustellen und zu verzehren.

 

 

Es gibt Juden, die an diesem Tag bis zu fünfzig verschiedene Arten von Früchten essen. Auch heute deckt man am 15. Schwat den Tisch, indem man die schönsten Früchte aus dem Land Israel aufträgt, insbesondere jedoch die „sieben Arten“ mit denen das Land gesegnet war. Dabei versucht man, frische Früchte zu finden, die man in diesem Jahr noch nicht gegessen hat, damit man über sie den Segensspruch שהחינו Schehechejanu ‚Der uns am Leben erhalten hat‘ sagen kann. An Tu Bischwat ist es auch verboten zu fasten, und man spricht auch keine Trauerrede. Vorausgesetzt, dass es kein Sabbatjahr (Brachjahr) ist, in dem jede Feldarbeit verboten ist, fährt man ins Grüne, und oft pflanzt man neue Bäume.

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