Rosch Haschana, Jom Kippur, Sukkot, Hoschana Rabba, Simchat Torah

Tischrei: ein starker Monat

Vom ersten Schofarton an Rosch Haschana bis zum letzten begeisterten Tanz an Simchat Tora ist Tischrei die ereignisreichste Zeit im jüdischen Jahr – der Monat der Stärke. Die Feiertage im Tischrei sind mehr als nur eine Erinnerung an die Vergangenheit. Jeder von ihnen eröffnet eine unmittelbare Verbindung zu einer spannenden Zukunft und fordert uns auf, das Unsere zu tun, um die Welt zu Heiligkeit und Harmonie zu bringen. Die Tora ist dabei der Leitfaden und ihre Mitzwot (G-ttes Gebote) sind die Werkzeuge; der Monat Tischrei ist voll von diesem Potential. Tritt ein in das jüdische Jahr und erschließe die Kraft dieses starken Monats!

Der Monat Elul

Die letzten Sommertage sind eine „Aufwärmphase“ für den Monat Tischrei. Elul ist der Monat, in dem wir unsere seelischen Motoren für das nächste Jahr bereit machen. Im Elul erleben wir unsere erste Rückkehr zu G-tt erneut: Nach dem Auszug aus Ägypten stieg Mosche dreimal auf den Berg Sinaj. Beim ersten Mal, an das Schawuot erinnert, bekam er die Tora. Das zweite Mal bat er G-tt um Vergebung, nachdem das jüdische Volk das goldene Kalb gemacht hatte. Am ersten Elul stieg Mosche ein drittes Mal auf den Berg, damit G-tt das Volk gnädig wieder annehmen solle. Er blieb vierzig Tage oben, den ganzen Elul hindurch bis Jom Kippur, als die Sünde „ausradiert“ wurde. So ist der Monat Elul eine besondere Zeit der Gnade – eine günstige Zeit für ernsthaftes Gebet, das leicht an G-ttes Ohr dringt.

Der König auf dem Feld

Auf dem Rückweg zu seinem Palast geht ein König durch die umliegenden Felder und grüßt seine Untertanen. Wenn er in seinem Palast auf dem Thron sitzt, ist er schwer zugänglich; nur denjenigen, die seiner Aufmerksamkeit würdig sind, wird eine Audienz gewährt. Aber wenn der König in der Öffentlichkeit auftritt, kann jeder sich ihm nähern. Im Elul ist „der König auf dem Feld“: der G-ttliche „König der Welt“ ist für jeden erreichbar, der sich ihm nähert, und gnädig nimmt er unsere Wünsche an und gewährt unsere Bitten

Traditionen im Elul

• Das Schofar wird wochentags an jedem Morgen geblasen, nicht jedoch am Schabbat und am Tag vor Rosch Haschana.
• Wir geben an jedem Wochentag mehr Zedaka als sonst.
• Von Sonntag, dem 16.09.17, bis zum Vortag von Rosch Haschana werden früh am Morgen Selichot gesagt, besondere Bußgebete. (Sefardim beginnen mit  Selichot bereits am ersten Tag des Monats Elul.)
• Elul ist die ideale Zeit, Mesusot und Tefillin von einem professionellen Schreiber überprüfen zu lassen.
• Wir untersuchen auch uns selbst von innen heraus, denken über das vergangene Jahr nach und fassen Vorsätze für das kommende Jahr.

Der Monat Tischrei

Rosch Haschana

Rosch Haschana ist das Tor zum neuen jüdischen Jahr. Dieser Tag erinnert an die Erschaffung der ersten Menschen, Adam und Chawa (Eva), und ermöglicht es uns, uns zu erneuern, uns dazu zu verpflichten, das Beste, wozu wir fähig sind, zu verwirklichen. Wörtlich bedeutet Rosch Haschana nicht „Neujahr“, sondern „Kopf des Jahres“. So wie der Kopf das Zentrum bewussten Lebens ist und den ganzen Körper kontrolliert, so vermittelt Rosch Haschana Leben und Kraft für das ganze Jahr. Es ist ein starker Tag in einem starken Monat, eine Gelegenheit für uns, uns zu öffnen und uns dem Allmächtigen mit unseren Bitten um alles Gute im kommenden Jahr zuzuwenden.

Den König Empfangen

An Rosch Haschana betreten wir den großen Saal des Königs, und in unseren Gebeten in der Synagoge verkünden wir die Herrschaft G-ttes. Wir freuen uns über ihre Erneuerung und wünschen einander zuversichtlich Segen für ein gutes und süßes Jahr.

Das Schofar

Am Berg Sinaj, bei der Belagerung von Jericho und bei der Krönung von Königen rüttelte der durchdringende Ton des Schofars das jüdische Volk auf und rief es zusammen. Der grelle Klang des Schofars durchdringt Worte und Rechtfertigungen und gelangt direkt zur Seele. Die „Tekia“, ein einfacher, ungebrochener Ton, ähnelt einem Schrei aus der Tiefe des Herzens. Die gebrochenen Töne „Schewarim“ und „Terua“ erinnern an bitteres Schluchzen und Stöhnen. Und zum Schluss kommt die „Tekia Gedola“, ein langgezogener Ton, der an das Große Schofar denken lässt, das ertönen wird, wenn das ganze jüdische Volk bei der Ankunft des Maschiach aus der Zerstreuung in unser Heiliges Land eingesammelt wird.

Bräuche an Rosch Haschana

1. Nach den Gebeten am ersten Abend Rosch Haschana wünschen wir einander "Le-schana tova tikatew we-techatem" (zu einem Mann) oder "Le-schana tova tikkatéwi we-techatémi" (zu einer Frau), „Mögest du für ein gutes Jahr eingeschrieben und besiegelt werden“.

2. An Rosch Haschana isst man üblicherweise Speisen, die Süße, Segen und Wohlstand symbolisieren. Wir tunken unser Brot in Honig. Einen Fischkopf zu schmecken, symbolisiert den Kopf des Jahres, und viele essen Möhren, auf Jiddisch "Meren", weil das Wort mit „mehren“ gleichlautet, sowie andere symbolische Speisen wie Datteln und Grantapfel.

3. Am ersten Abend tunken wir ein Stück Apfel in Honig und fügen bei dem Segensspruch hinzu: „Möge es Dein Wille sein, uns ein gutes und süßes Jahr zu erneuern“.

4. Am ersten Tag von Rosch Haschana ist es üblich, nach dem Nachmittagsgebet Mincha, an einen See oder einen Fluss zu gehen und das Taschlich- Gebet zu sagen (das im Gebetbuch zu finden ist). Es enthält die Prophezeiung: „Wieder wird Er sich unser erbarmen, niedertreten wird Er unsere Vergehungen, ja werfen wirst Du in die Tiefen des Meeres alle ihre Sünden“ (Micha 7:19). Damit machen wir einen Neubeginn.

5. Bevor wir an Rosch Haschana alles Gute erbitten, geben wir zusätzliche Zedaka (Spende) und stellen sicher, dass auch diejenigen, denen es weniger gut geht, Essen und Kleidung haben. An Rosch Haschana selbst können wir diese Mitzwa erfüllen, indem wir einen bedürftigen Menschen zur Festmahlzeit einladen.

Zehn Tage der Umkehr

Unsere Weisen sagen uns, dass G-tt uns zwar immer nahe ist, aber besonders in den zehn Tagen von Rosch Haschana bis Jom Kippur. Das sind die “Asseret Jemej Teschuwa”, die Zehn Tage der Umkehr – eine günstige Zeit für Reue oder vielmehr “Umkehr” zu G-tt.

Schabbat Schuwa

Der Schabbat dieser Woche (23.09.17) heißt Schabbat Schuwa, nach der Haftara-Lesung, die mit den Worten beginnt: Schuwa Jissrael "Kehre um, Israel".

Fasten Gedalja

Sonntag, den 24.09.17, ist ein Fasttag, der an die Ermordung von Gedalja erinnert, dem jüdischen Statthalter in Israel zu Beginn des babylonischen Exils.  Vom frühen Morgen bis zum Nachteinbruch essen und trinken wir nichts. In Hannover beginnt das Fasten um 5.22 Uhr und endet um 19.49 Uhr).

Jom Kippur
Ein Tag der Ehrfurcht

Der heiligste Tag des Jahres, Jom Kippur (“Versöhnungstag”), beginnt vor Sonnenuntergang am Freitagabend, dem 29.09.17, und dauert bis Nachteinbruch am Samstagabend, dem 30.09.17 An diesem Tag richten wir unsere Herzen und Gedanken gemeinsam darauf, unsere Beziehung mit G-tt ins Reine zu bringen.

Der Vorabend von Jom Kippur

In den Tagen vor Jom Kippur gibt es den Brauch, sich durch das Kapparot-Ritual zu ernsthafter Umkehr zu bringen (Einzelheiten findet man im Gebetbuch). Am Nachmittag  sagen wir das Sündenbekenntnis “Al Chet”: Wir zählen auf, was wir im Laufe des Jahres wissentlich oder unwissentlich falsch gemacht haben und bitten G-tt um Vergebung. Wenn der Abend näherrückt, segnen viele ihre Kinder mit dem Priestersegen: “Es segne dich der Ewige und behüte dich; es lasse dir der Ewige Sein Angesicht leuchten und sei dir gnädig; es wende dir der Ewige sein Angesicht zu und verleihe dir Frieden” (Bamidbar / 4. Buch Moses 6:24-26). Einem Sohn wünscht man “möge dich G-tt machen wie Efrajim und Menasche”, einer Tochter “möge G-tt dich machen wie Sara, Rivka, Rachel und Lea”. Es ist üblich, vor den Festtagslichtern eine Kerze für die Lebenden und eine Kerze für verstorbene Eltern anzuzünden, die man bis zum Ausgang von Jom Kippur brennen lässt.

Ein Tag geistiger Reinigung

Jom Kippur bewirkt Sühne für unsere Verfehlungen gegenüber G-tt, aber bei dem, was wir anderen Menschen angetan haben, genügt der Tag allein nicht. Vielmehr müssen wir uns vor Jom Kippur bei Verwandten, Freunden und Bekannten entschuldigen und sie um Verzeihung bitten, um alles Unrecht wieder gut zu machen und Verstimmungen zu überwinden. G-tt hat Jom Kippur als Seinen Tag der Verzeihung ausgewählt. An diesem Tag nahm Er das jüdische Volk nach der Sünde des goldenen Kalbs wieder an. Das klingt noch nach, und unsere Verbindung zu G-tt ist stärker als jede Verfehlung, sie ist der Kern unseres Wesens.

Die Vergebung an Jom Kippur entspringt aus der grenzenlosen Liebe von Eltern für ihre Kinder, die unabhängig von der Situation und von ihrem Verhalten ist. So wenden wir uns mit ganzem Herzen zu G-tt, damit Er unsere Beziehung wieder zu einer reinen und gesunden machen möge. Wir geben unsere Fehler zu, bitten um Verzeihung und bekräftigen unsere Loyalität, wir nehmen uns vor, zu lernen und auf G-ttes Wegen zu wandeln, wenigstens eine Mitzwa mehr zu machen als bisher. Zur Zeit des Tempels war Jom Kippur der einzige Tag, an dem der Hohepriester das Allerheiligste betrat – die höchste Erfahrung, die allergrößte Reinheit verlangte. Auch wir lösen uns an Jom Kippur vom Alltäglichen, und Erwachsene dürfen weder essen noch trinken. (Man muss nicht fasten, wenn das die Gesundheit gefährden würde; in einem solchen Fall wende man sich an einen Rabbiner.) Außerdem tragen wir keine Lederschuhe und waschen uns nicht, verzichten auf Salben und Cremes und pflegen keine ehelichen Beziehungen. Vielerorts trägt man an Jom Kippur weiße Kleider, weil wir an diesem Tag mit Boten G-ttes verglichen werden.

Sukkot

Eine Zeit der Freude

Auf Jom Kippur folgt Sukkot, das Laubhüttenfest. Es wird "die Zeit unserer Freude" genannt, denn die Torah bestimmt es als eine Zeit der Freude: "sei fröhlich an deinem Feste … du sollst voll Freude sein" (Dewarim / 5. Buch Mose 16:14-15). Sieben Tage lang feiern wir lebhaft in der Sukka, der Laubhütte. Diese Woche baut einen Vorrat an belebender Freude für alle Wochen des kommenden Jahres auf.

An Sukkot gibt es zwei besondere Mitzwot. Die eine ist die Laubhütte selbst; die Torah schreibt dazu: "in Hütten sollt ihr sieben Tage lang wohnen" (Wajikra / 3. Buch Moses 23:42). Wir "wohnen" in der Sukka, indem wir während des ganzen Fests (von Mittwochabend, 04.10.17 bis Mittwochnachmittag, 11.10.17) unsere Mahlzeiten dort essen. Wenn wir in einer Sukka sitzen und ein Stück Brot oder Kuchen essen, sagen wir die Beracha leschew ba-sukka "in der Sukka zu sitzen" und feiern die Gelegenheit, die Mitzwa zu erfüllen. Ein kompetenter Rabbiner wird Ihnen gerne helfen, eine koschere (vorschriftsgemäße) Sukka zu bauen oder zu kaufen.

Die Sukka erinnert uns an die Wolken der Ehre, die unser Volk während der vierzig Jahre in der Wüste auf dem Weg zum Verheißenen Land umhüllten und schützten. So umgibt uns auch die Sukka ganz mit der Mitzwa und ihrem g-ttlichen Schutz.

Die Vier Arten

Von allem etwas

Die andere besondere Mitzwa von Sukkot sind die Arba Minim, die Vier Arten: Etrog, Lulav, Hadassim und Aravot (Zitrusfrucht, Palmzweig, Myrten und Weidenzweige). An jedem Tag des Fests (außer Schabbat) nehmen wir sie in die Hand und halten sie eng zusammen. Wir sagen einen Segensspruch über sie und schütteln sie nach altem Brauch in alle vier Himmelsrichtungen, nach oben und nach unten, um die Allgegenwart G-ttes zu symbolisieren.
Es gibt viele Erklärungen zur Bedeutung und Botschaft dieser Mitzwa. Vor allem aber lehrt sie uns die Einheit unseres Volkes:

DER ETROG

 

Diese seltene Zitrusfrucht hat sowohl einen guten Geschmack als auch einen angenehmen Geruch. Sie steht für denjenigen, der sowohl viel Torah gelernt hat als auch die Mitzwot erfüllt.

 

DER LULAW:

Der Palmzweig stammt von einem Baum, der wohlschmeckende Früchte trägt, aber keinen Geruch hat. Er repräsentiert diejenigen, die zwar Torahgelehrte sind, sich aber nicht durch gute Taten auszeichnen.

DIE HADASSIM:

Die Myrte ist wohlriechend, aber ohne Geschmack. Sie symbolisiert diejenigen, die viel Gutes tun, aber keine Gelehrten sind.

DIE ARAWOT:

Weidenzweige haben weder Geruch noch Geschmack. Sie stehen für diejenigen, die weder Torahgelehrsamkeit noch gute Taten aufzuweisen haben.

Man könnte meinen, dass der Etrog allein für diese Mitzwa genügen sollte. Aber die Torah lehrt uns, dass die Mitzwa unvollständig ist, solange wir nicht alle vier Arten zusammen nehmen. Ebenso können wir als Volk weder unsere Aufgabe in der Welt erfüllen noch uns vollkommen freuen, wenn wir nicht alle vereint sind.

Hoschana Rabba & Simchat Torah

Hoschana Rabba

Der siebte Tag des Sukkotfests (Mittwoch, der 11.10.17) heißt Hoschana Rabba. Es ist üblich, in der Nacht davor wach zu bleiben und Abschnitte aus der Torah und den Psalmen zu lesen. Am Morgen gehen wir in der Synagoge sieben Mal um die Bimah (das Pult, auf dem die Torah gelesen wird), mit den Vier Arten in der Hand. Dann sagen wir besondere Gebete, die "Hoschanot", in denen wir um ausreichend Regen bitten.

Simchat Torah

Der achte und neunte Tag (ab Mittwochabend 11.10.17 bis Freitagabend 13.10.17) sind Schemini Atzeret und Simchat Torah. Simchat Torah ist der ausgelassene und freudige Höhepunkt, an dem wir das Ende des Zyklus der Torahlesungen mit Tänzen und viel Freude feiern.

Рош Ашана
21 и 22 сентяября 2017 года

РОШ АШАНА - еврейский Новый Год - важнейший и торжественный праздник, богатый символическими обрядами. Его празднуют два дня - первого и второго числа еврейского месяца Тишрей (в Четверг и в пятницу - 21 и 22 сентября). Оба дня Рош Ашана считаются
одним «длинным» днем, и в это время мы не делаем будничной работы.

Накануне праздника, перед заходом солнца, и во второй вечер Рош Ашана, после наступления темноты, женщины, девушки и девочки зажигают свечи, произнося при этом 2 благословения (см. календарь праздников). На Рош Ашана, в первый день месяца Тишрей, был создан прародитель человечества - Адам. В тот же день он нарушил данный ему Б-гом запрет и был осужден на изгнание из райского сада. С тех пор, ежегодно, в день Рош Ашана, Всевышний судит свои творения и предопределяет наши судьбы на следующий год. Но день суда Он превратил в день прощения и милосердия. Сказано: «Весь год евреи заняты своими делами. А в день Рош Ашана они берут шофар и трубят перед Б-гом. Тогда восстает Он с кресла Правосудия и пересаживается в кресло Милосердия, и весь мир наполняется милосердием». В эти дни евреи всего мира собираются в синагогах и просят Всевышнего ниспослать им, их семьям, народу Израиля и всему миру, благополучие и радость!

Молитвы Рош Ашана наполнены глубоким, необычайным смыслом. Они поэтичны, помогают прочувствовать и пережить суть этого праздника обновления, когда человек очищает душу и готовится к Новому Году, полному добрых дел. У евреев существует обычай желать друг другу доброго Нового Года. В первый вечер, после молитвы, пожимая друг другу руки, говорят: Лэшана това текатев ветехатем! «Да будешь ты записан и подписан на добрый и счастливый год!» Вернувшись из синагоги, произносят новогодний Кидуш над бокалом вина. Затем омывают руки и произносят благословение на хлеб. Весь год, по традиции, первый кусочек хлеба макают в соль. В дни Рош Ашана его макают в мед, чтобы таким же сладким был весь последующий год. Затем берут дольку сладкого яблока, так же макают ее в мед, произнося при этом: Йе'и рацон мильфанэха шетэхадеш алейну шана това уметука! «Да будет Твоим желанием, чтобы Новый Год был для нас хорошим и сладким!» Во время вечерней трапезы едят символический кусочек из головы рыбы, сладкую морковь «цимес» и гранаты.

Очень важная заповедь в первый и во второй день Рош Ашана услышать трубление в бараний рог - шофар. Это символизирует принятие нами Всевышнего как Властелина Вселенной.

МОЛИТВУ ТАШЛИХ совершают в первый день Рош Ашана (21 сентября, см. календарь праздников). Ее читают перед заходом солнца на берегу моря, реки, озера или любого другого водоема. Слова: «...и сбросишь Ты в глубины моря все наши грехи...» объясняют последующий символический жест. Закончив молитву, евреи встряхивают над водой полы одежды, как бы сбрасывая с себя прошлые грехи, чтобы следовать новой, праведной жизни. Как море открыто для всех и всегда, так и ворота раскаяния открыты для нас постоянно и никогда не поздно раскаяться. Тора - жизнь наша, и мы не можем существовать без нее, как рыба без воды.

Йом Кипур
30 сентября 2017 года

ЙОМ КИПУР - судный День - наиболее святой и возвышенный день года, когда евреи, забывая о земных делах, полностью посвящают себя искуплению и очищению от совершенных грехов. Торжественное, святое соблюдение обычаев кануна и дня Иом Кипур - свидетельство нашей искренней веры и залог Б-жествснного Всепрощения. Существует очень давний обычай, называемый капарот.

Вечером, 28 сентября, или в канун судного Дня, 29 сентября, желательно на рассвете, мужчина или мальчик берет в руки петуха, а женщина или девочка - курицу и произносят молитву «Бней Адам». Затем, осторожно вращая птицу над головой, повторяют: «Да будет это моим искуплением...» Идея обряда капарот предполагает искреннее раскаяние при мысли, что и нас за наши грехи могла бы не дай Б-г! постичь судьба этой бедной птицы. Но милосердие Б-га беспредельно и несет нам прощение, если наше раскаяние искрение. Эту птицу или ее денежную стоимость отдают бедным. Также можно, если нет курицы, делать капарот с помощью денег и отдавать эти деньги в цдаку.

Перед Иом Кипур принято просить прощения у друзей и знакомых, если когда-либо довелось обидеть их словом или действием. В канун Йом Кипур (пятница, 29 сентября) принято просить и дарить кусочки леках (торт из ржаной муки с медом). За этим стоит чудесный символ: «Если предстоит мне получать еду из милости - пусть это произойдет сегодня, сейчас, чтобы не пришлось мне впредь протянуть за подаянием руку». В этот день принято давать больше обычного денег на благотворительные нужды (Цдака).

Накануне Иом Кипур, примерно за полтора часа до захода солнца, устраивают последнюю перед постом обильную праздничную трапезу. За 18 минут до захода солнца, в точно указанное календарем время, женщины, девушки и девочки зажигают свечи.

За 3 минуты до захода солнца в пятницу, 29 сентября, начинается пост. Перед уходом в синагогу отец (или мать, если нет отца) традиционно благословляет детей. Он возлагает руки на голову каждого ребенка и с чувством волнения произносит молитву: «И Б-г сказал Моше следующее: скажи Аарону и детям его: Так благословляйте сынов Израиля, говоря им: Благословит тебя Б-г и охранит тебя! Будет благосклонен к тебе Б-г и помилует тебя! Будет благоволить к тебе Б-г и пошлет тебе мир! И благословят они Именем Моим сынов Израиля, а Я благословлю их!»

День Всепрощения, когда Б-г отпускает грехи человека, строг и торжественен. На протяжении этих суток запрещается есть, пить, умываться (можно только омыть пальцы рук после сна и посещения туалета), употреблять косметику, носить кожаную обувь, вступать в супружескую близость. Однако еврейский закон гласит: Eсли опытный врач считает, что для больного пост опасен, тот обязан подчиниться и прервать пост, следуя указаниям раввина.

В этот день запрещена любая работа (как в субботу). Иом Кипур евреи проводят в синагоге в молитвах, которые проникнуты просьбами к Б-гу о прощении и искуплении грехов. После чтения Торы произносят Изкор, поминальную молитву по умершим. С наступлением ночи, после молитвы Маарив и произнесения благословения Aвдала, заканчивается пост Иом Кипур.

Суккот
5 - 11 октября 2017 года

СУККОТ – самый весёлый праздник, «время нашей радости» продолжается семь дней. На третий день начинаются «будни праздника» полупраздничные дни, называемые Хол Амоэд. На восьмой день праздник Шмини Ацерет, на девятый Симхат Тора. В канун Суккот стремятся давать как можно больше денег на благотворительные цели – Цдака.

Всю неделю праздника помещение сукка становится как бы обиталищем мицвы. По закону, на протяжении семи дней мы делаем трапезу в сукке. Это не относится к фруктам, закуске и напиткам. Трапезы первого и второго вечера Суккот (4. и 5. октября) - это особая мицва. Даже если человек - не дай Б-г! - болен, тем не менее он обязан во время первых двух ночей съесть хотя бы маленький кусочек хлеба в сукке. То же относится к непогоде. Весь год, по традиции, первый кусочек хлеба макают в соль. В Суккот, как и в Рош Ашана, его макают в мед.

По обычаю, праздничные и субботние свечи зажигают в сукке, но, если сукка плохо защищена от ветра, свечи зажигают дома.

Заповедь сукка не распространяется на женщин, они не обязаны есть в сукке. Но женщины, пожелавшие соблюсти эту мицву наравне с мужчинами, имеют на это право и произносят те же благословения.

 

Законы праздника

В первые два дня праздника Суккот, а также в Шмини Ацерет и в Симхат Тора, как и во все другие праздничные дни, мы не делаем будничной работы. Не положено зажигать огонь, но разрешается готовить еду (если этот праздник не совпадает с субботой). Как же быть?

Обычно оставляют горящую свечу или горелку на все дни праздника: Oт горящего огня зажигать разрешается, причем огонь необходим не только для кухни, но и для зажигания праздничных свечей. В эти дни не пользуются спичками для зажигания огня, и курящие склоняются над горелкой, либо прикуривают друг у друга. Также электрический свет (там, где он необходим) следует включить накануне праздника.

Во время перерыва между первыми и последними праздничными днями (с 7 по 11 октября) Хол Амоэд нет абсолютного запрета на всякого рода деятельность (кроме субботы). Тем не менее нужно избегать обыденных домашних дел, вроде стирки и шитья, а делать лишь самое необходимое, не терпящее отлагательства. Принято также подчеркивать праздничность этих дней особенно вкусной едой и нарядной одеждой.

Последний день Хол Амоэд (среда, 11 октября) называют hошаaна Раба. В ночь на hошана Раба принято читать "Тиккун" и Те'илим. Во время утренней молитвы произносят hошаанот, после чего пять раз ударяют по полу пятью веточками ивы. Этот день завершает праздник Суккот.

Четыре вида растений

Все семь дней праздника (кроме субботы) произносят, желательно в суке, благословение на лулав и этрог.

Заповедь лулав, или мицва «четырех видов растений», выполняется следующим образом: Человек берет в правую руку нераспустившийся побег финиковой пальмы (лулав), к которому присоединены три веточки мирты (гадассим) и две веточки речной ивы (аравот), и произносит  благословение: Барух Ата Ад-онай Э-лоhэйну Мэлэх hаолам Ашэр Кидэшану Бэмицвотав Вэцивану Аль Нетилат Лулав.

После этого берут этрог в левую руку, соединяют с правой и слегка встряхивают «четырьмя видами растений», наклоняя их во все стороны, отмечая тем самым вездесущность Б-га и выполнение нами Его воли. При первом исполнении этой мицвы, в первый день праздника, вслед за Аль Нэтилат Лулав, говорят также благословение Шеhехэяиу (см. благословение номер 5). На этом исполнение мицвы заканчивается.

 

 

Шмини Ацерет и Симхат Тора
12 и 13 октября 2017

На восьмой день праздник Шмини Ацерет, на девятый день - праздник Симхат Тора (в Израиле их празднуют в один день). На эти два дня распространяются те же запреты, что и на первые дни Суккот. В Шмини Ацерет едят и пьют в праздничном шалаше (сукка), однако благословение "лешев басукка" не произносят.

Во время утренней молитвы в Шмини Ацерет (Четверг, 12 октября) произносят Изкор, поминальную молитву по умершим.

В ночь на Шмини Ацерет, 11 октября, и в ночь на Симхат Тора, 12 октября, а так же в Симхат Тора днем 13 октября, в синагогах устраивают hакафот: Tоржественное шествие со свитками Торы вокруг "Бимы" – возвышения в центре синагоги, на котором обычно читается Тора. hакафот сопровождается песнями, танцами и всеобщим ликованием, которыми мы выражаем веру в Творца и любовь к Нему. Этот обряд один из самых светлых и радостных в жизни каждого еврея.

В день Симхат Тора, завершая годовой цикл чтения недельных глав Торы, в синагогах по субботам, читают заключительную главу и, чтобы подчеркнуть непрерывность и вечность Торы, тут же начинают чтение Торы сначала. На Симхат Тора принято вызывать к чтению Торы всех без исключения мужчин, даже самых маленьких мальчиков.