Der jüdische Kalender

Schawuot

Schawuot. Geschichte und Traditionen

 

  Schawuot (hebräisch Wochenfest) ist das jüdische Fest. Es gehört zu den Wallfahrtsfesten, genauso wie Pessach und Sukkot. Schawout hat eine historische und eine naturbezogene bzw. landwirtschaftliche  Bedeutung.
Die religiös-historische Komponente von Shawout erinnert an eine der größten Ereignisse in der jüdischen Geschichte - Offenbarung am Berg Sinai und die Verkündigung der 10 Gebote. Schawuot ist somit das "Fest der Toragebung".
Diese Gebote gehören zu den ersten formulierten Sittengesetzen in der Geschichte der Menschheit und haben die Ethik, die Rechtsgeschichte  und die Kulturgeschichte Europas und des außereuropäischen Westens mitgeprägt. Auf der Anerkennung der 10 Gebote durch die Israeliten beruht der Bund zwischen G-tt und "seinem Volk".

    Die zweite Bedeutung von Schawuot liegt darin, dass dieses Fest das Ende der Gersten- und den Beginn der Weizenernte markiert. Es ist der Tag, an dem neues Getreide und neue Früchte an die Priester im Tempel übergeben wurden. Somit ist dieses Wochenfest auch das "Fest der Ernte". Die Weizenernte beginnt in Israel Ende Mai/Anfang Juni.

Schawuot wird am 50. Tag nach Pessach gefeiert.  Moses erhielt 49 Tage nach der Herausführung der Israeliten aus Ägypten am Berg am Berg Sinai die zehn bekannten und viele weitere Gebote von G-tt.

Das Wochenfest umfasst zwei Festtage und wird jeweils am 6. und 7. Siwan gefeiert. (Am 31. Mai und 01. Juni 2017)

   Schawuot bildet den Abschluss der Frühlingsfeste, zu denen Pessach und das Omer-Zählen gehören. Das Zählen des Omer (das rituelle Zählen eines jeden der 49 Tage zwischen den jüdischen Festen Pessach und Schawuot) beginnt unmittelbar am auf den ersten Tages Pessach folgenden Tag und endet am Abend von Schawuot, es verbindet diese zwei großen Feste. An Pessach erhielt das jüdische Volk die Freiheit aus der Sklaverei und an Schawuot die Tora am Sinai. Die Freiheit war somit Voraussetzung für den Erhalt der Tora. Der tiefere Sinn der Befreiung aus Ägypten war, das Volk nach Sinai zur Offenbarung der Zehn Gebote und damit zu G-tt hinzuführen.

Alle Bräuche, die in dieser Zeit von Schawuot begangen werden, stehen in symbolischer Beziehung zu den Ereignissen am Berg Sinai. Am ersten Abend von Schawuot bleiben Juden die erste Nacht von Schawuot über wach, um Tora und deren Kommentare zu studieren.

   Traditionell wird Milch getrunken, dazu werden milchige Speisen (Eierkuchen mit Quark, Käsekuchen usw.) gegessen. Es gibt dafür eine Reihe von Erklärungen: Die Tora wird mit Milch verglichen, die das Volk Israel wie ein unschuldiges Kind begierig trinkt. Ferner waren die Juden mit dem Geben der Tora an Schawuot verpflichtet, die Gesetze der Kaschrut einzuhalten. Da die Tora am Schabbat übergeben wurde, war das Schlachten von Tieren und das koscher machen der Kochutensilien verboten. Darum aßen die Juden an diesem Tag milchige Speisen. Außerdem sind sie insofern wichtig, da der numerische Wert des Wortes Chalaw (Milch) 40 ist und Moses 40 Tage am Berg Sinai warten musste, bevor er die Gebote Gottes erhielt.

Da Schawuot ein Erntefest ist, ist es auch Brauch, das Haus und die Synagoge mit Früchten, Blumen und grünen Zweigen zu schmücken. Darüber hinaus soll es den Berg Sinai symbolisieren, der bei der Übergabe der Tora voll mit blühenden und duftenden Blumen und Gras bedeckt war.

Шавуот. История и традиции праздника

 

  Шавуот (др.евр. - праздник недель) - еврейский праздник, относящийся к числу «паломнических праздников» наряду с Песах и Суккот. Он несёт в себе два смысла: исторический и бытовой. Первый связан в одним из величайших событий в истории не только еврейского народа, но всего человечества  - обретением Десяти заповедей – первого и наиважнейшего морального кодекса, который лёг в основу этики значительной части народов Земли.


   Вторым значением Шавуот является празднование первого урожая пшеницы, которая вызревает в Израиле в конце мая – начале июня.

Праздник отмечается на пятидесятый день после начала Песах. Именно в этот день Всевышний передал Тору пророку Моисею на горе Синай.

Шавуот длится в течение двух дней: 6 и 7 числа месяца сивана по еврейскому календарю. В этом году праздник начинается в среду 31 мая.



   Богословская традиция иудаизма рассматривает Шавуот как «заключительный праздник Песах». Подобный подход наполнен глубоким смыслом и отражает понимание того, что исход еврейского народа из Египта был не случайностью и не самоцелью, а подготовкой к дарованию Торы.

Хотя по своему религиозному значению праздник Шавуот является одним из главных еврейских праздников, он не изобилует пышными обрядами. Однако некоторые традиции принято соблюдать.
Одной из них являются предпраздничные омовения в память об очищении, совершённом Израилем в «дни отделения», предшествовавшие обретению Торы в состоянии абсолютной чистоты.

В Шавуот, как в праздник нового урожая, было принято приносить в Храм два специально выпеченных хлеба, которые изготавливались по специальному рецепту и рассматривались как особое жертвоприношение. В память об этом в наши дни принято усыпать дома и синагоги травами и цветами, которые в это время года в изобилии.


  Ещё одной древней традицией является есть в Шавуот молочные блюда. Имеется большое количество объяснений происхождения этого обычая, одним из которых является то, что только с обретением Торы евреи получили право употреблять молоко и молочные продукты. До получения Торы евреи опасались есть молочные блюда, полагая, что молоко — часть тела животного, отделенная от него еще при его жизни, и потому запрещено для любого использования всем потомкам Ноаха. 

Шавуот завершает годовой календарь еврейских праздников.

 

Новый цикл еврейской жизни начнётся с праздника Рош-ха-Шана.

Pessach

Pessach 5777 (2017)

Die Pessach Geschichte

 

Unnsere Geschichte beginnt vor 3500 Jahren, als unser Vorvater Jaakov mit seinen Söhnen und der ganzen Familie, insgesamt 70 Personen, wegen einer Hungersnot nach Ägypten kam. Dort empfing ihn sein Sohn Josef, der damals Stellvertreter des Pharao war. In Ägypten wurde aus der Familie ein großes Volk.

Nachdem Josef und der Pharao gestorben waren, bestieg ein neuer Pharao den Thron. Dieser neue König Ägyptens versklavte die Nachkommen von Jaakov, die „Volk Israel" genannt wurden. Er zwang sie zu harter Arbeit in der Stadt und auf dem Feld. Das Volk Israel jedoch vermehrte sich stark. Da befahl der Pharao, alle neugeborenen Jungen der Hebräer im Nil zu ertränken. Mehr als 100 Jahre dauerte die schreckliche Sklaverei. Schließlich offenbarte sich G-tt Mosche und beauftragte ihn, vom Pharao die Freilassung des Volkes Israel zu fordern.

Der Auftrag war schwer. Der Pharao war mit der Freilassung nicht einverstanden. Erst nach zehn wundersamen Schlägen, die Mosche über den Pharao und das ägyptische Volk brachte, musste der Pharao nachgeben und das Volk Israel ziehen lassen. Die zehnte Plage war die schlimmste. In der Nacht zum 15. Nissan, um Mitternacht, tötete G-tt alle Erstgeborenen der Ägypter; alle Söhne der Israeliten verschonte er. Um Mitternacht kam der Pharao zu Mosche und sagte ihm: Ihr seid frei!

Die Vorbereitungen für den Auszug mussten in großer Eile geschehen. Das Volk Israel hatte keine Zeit, Teig für Brote gehen zu lassen und musste Brote aus ungesäuertem Teig mit auf den Weg nehmen.

Am 15. Nissan im Jahr 2448 der Erschaffung der Welt (1312 Jahre vor der neuen Zeitrechnung) zogen 600.000 Männer, sowie Frauen und Kinder auf dem Weg aus der Sklaverei in die Freiheit aus Ägypten aus, und eine Reihe von Ägyptern schloss sich ihnen an.

Zur Erinnerung an diese Ereignisse wird in der Tora geboten, jedes Jahr in dieser Zeit das Pessach-Fest mit einer großen Festmahlzeit zu feiern. An diesem Abend erzählen die Eltern ihren Kindern die Geschichte von Sklaverei, Wundern und Befreiung. Wir essen dazu ungesäuerte Brote - Matzot - und bittere Kräuter, die an das schwere Leben unserer Vorfahren erinnern. Und wir trinken vier Becher Wein. Solange der Tempel stand, wurden auch Schafe geopfert und gegessen.

In der ganzen folgenden Woche ist es verboten, Gesäuertes (Chametz) aus Getreide (Weizen, Gerste, Dinkel, Hafer, Roggen) zu besitzen, zu essen oder zu nutzen.

Generalreinigung vor dem Fest

Was ist Chametz?

"Chametz” ist „gesäuertes Getreide" und meint alle nicht vor Säuerung (Fermentierung) geschützten Esswaren und Getränke aus Weizen, Gerste, Roggen, Hafer, Dinkel oder aus daraus hergestellten Produkten. Während aller Pessach-Tage dürfen wir jegliches Chametz weder besitzen noch essen noch sonstigen Nutzen davon haben.

Wie wird die Wohnung von Chametz frei?

Vor Pessach haben wir die Aufgabe, alles Chametz zu suchen und alles Chametz,dasin unserem Besitz ist, zu vernichten. Auch das ist Chametz: Frühstücks-Cerealien, Nudeln, Cracker, Teig- Mischungen, Lakritz, Bier, Whisky, Wodka, Essig (ohne Pessach- Hechscher). Lieblings-Verstecke von Chametz: Manteltaschen (vor allem der Kinder), Rucksäcke, Laptop-Koffer, Handtaschen, Autos, Kissen, Ecken in der Küche, Schubladen, Ritzen in Stühlen und Tischen, Spielzeuge.

Beschränken Sie sich auf den Chametz-Bereich. Sie müssen nur an Orten suchen, an die man manchmal Chametz bringt.

Halten Sie das Chametz in Quarantäne: Jeder Raum kann für die acht Tage versiegelt werden, und das darin befindliche Chametz kann verkauft werden.

Verkaufen Sie Ihr Chametz bis zum 9. April.

Der Verkauf von Chametz

Sie denken vielleicht: „Und was ist mit meinem 30 Jahre gereiften Whisky, meinem selbstgebrauten Bier und den Chametz-Kunstwerken der Kinder?" Aber wir haben eine gute Nachricht für Sie: Sie müssen nicht all Ihr Chametz vernichten. Es genügt, dass es Ihnen während der Pessach-Tage nicht gehört. Legen Sie also alles Chametz, das Sie behalten wollen

  • Esswaren, Getränke und Küchenutensilien, die Sie das Jahr über benutzt haben (und nicht für Pessach kaschern wollen)
  • in einen Schrank oder einen Raum, den Sie abschließen oder mit Klebeband versiegeln.

Dann verkaufen Sie das Chametz einem Nichtjuden und vermieten ihm den Schrank oder Raum. Viele Rabbiner bieten an, diesen Verkauf in Ihrem Auftrag so durchzuführen, dass er nach jüdischem und staatlichem Recht bindend ist. Unmittelbar vor Pessach verkauft der Rabbiner alles Chametz, und sobald die Feiertage vorbei sind, kauft er es zurück.

Einkauf

Alle verarbeiteten Lebensmittel, die Sie an Pessach essen (und auch während des ganzen Jahres), brauchen ein Pessach-Kaschrut-Zertifikat. In der Jüdischen Gemeinde wie im Chabad-Zentrum können Sie verschiedene Produkte für Pessach kaufen. Obst, Gemüse und andere rohe Lebensmittel sind an Pessach erlaubt (Kitniot, d.h. Hülsenfrüchte und dergleichen, werden jedoch von aschkenasischen (europäischen) Juden nicht gegessen - fragen Sie Ihren Rabbiner nach Einzelheiten.) Da bietet es sich an, acht Tage lang gesund zu leben und auf Fertigprodukte zu verzichten.

Die Pessach-Küche

Die Küche für acht Tage Chametz-frei zu machen, ist eine große Umstellung. Wenn Sie das noch nie gemacht haben, wenden Sie sich am besten an einen Rabbiner.
Esswaren, Geschirr, Besteck und Küchenutensilien, die sie während des ganzen Jahres benutzen, werden weggeschlossen.
Am besten kaufen Sie besonderes Geschirr und Besteck für Pessach. Wenn Sie Kochgeschirr oder Besteck an Pessach benutzen wollen, hilft Ihnen Ihr Rabbiner, es auf korrekte Art und Weise koscher zu machen. Dann können Sie die leeren Regale mit Leckerbissen füllen, die kascher Hfl le-Pessach sind. Tische, Arbeitsflächen, Spülbecken, Herdplatten usw. müssen Sie kaschern, d.h. durch Wasser oder Hitze alles Chametz beseitigen, das sie aufgenommen haben. Man kann sie zusätzlich mit dicker Folie abdecken.

Suchen, verbrennen und für nichtig erklären

Bedikat Chametz, die förmliche Suche, macht man in der Nacht vor Pessach. Am folgenden Morgen wird das restliche Chametz verbrannt und für nichtig erklärt. In diesem Jahr findet die Suche am Sonntag, dem 09. April 2017, nach Einbruch der Dunkelheit statt.

Und so ist das Ritual:

Donnerstag Abend legen wir eine Kerze (oder Taschenlampe), eine Feder, einen Holzlöffel und eine Papiertüte bereit, versammeln die Familie und sprechen vor dem Beginn der Suche den Segensspruch:

Baruch atta Ado-naj E-Iohejnu melech ha-olam ascher kiddeschänu be-mitzwotaw we-ziwänu al bi'ur chametz.

"Gelobt seist Du, Ewiger, unser G"tt, König der Welt, der uns durch seine Gebote geheiligt hat und uns befohlen hat,Chametz zu beseitigen."

Mit der Kerze suchen wir alle Ecken und Ritzen der Wohnung nach Brotkrumen und anderem Chametz ab; was wir finden, schieben wir mit der Feder auf den Holzlöffel und tun es in die Papiertüte. Damit es nach dem Pessach-Putz noch etwas zu finden gibt, werden in manchen Familien vor der Suche zehn fest in Papier eingewickelte Stücke Chametz versteckt (aber man sollte aufschreiben, wo!). Am Ende der Suche kommen die Feder und der Holzlöffel zum Chametz in die Papiertüte. Dann sagt man (in einer Sprache, die man versteht):

"Aller Sauerteig und alles Gesäuerte, das sich in meinem Besitz befindet, das ich nicht gesehen und nicht weggeschafft habe, soll als nicht vorhanden und dem Staub der Erde gleich betrachtet werden."

Am nächsten Morgen (also Montag) isst man zum letzen Mal Chametz bis spätestens 11:05 Uhr und verbrennt dann die ganze Papiertüte und alles andere Chametz, das man noch hat bis spätestens 12:13 Uhr. Dann sagt man:

"Aller Sauerteig und alles Gesäuerte, das sich in meinem Besitz befindet, das ich gesehen und das ich nicht gesehen, das ich weggeschafft und das ich nicht weggeschafft habe, soll als nicht vorhanden und dem Staub der Erde gleich betrachtet werden."

Wie man einen gelungenen  Pessach-Seder macht

Was ist fast so gut wie eine Zeitmaschine?

Ein Seder. Denn bei einem authentischen Pessach-Seder erzählt man nicht nur von dem Auszug aus Ägypten, sondern man erlebt ihn. Du selbst machst die Erfahrung. Du selbst bist dabei. Du isst genau die gleiche Matza wie unsere Vorfahren. Sie wurde so schnell hergestellt, dass der Teig nicht gären konnte. Du erzählst die gleichen Geschichten. Du spürst die gleiche Erwartung. Und du machst die gleiche spirituelle Erfahrung.

Der freundliche Reiseführer für das alte Ägypten

Für unsere Reise in die Vergangenheit (oder ist es umgekehrt und die Vergangenheit kommt in unser Leben hinein?) gibt es ein nützliches Handbuch, das „Die Erzählung" heißt - "Haggada” auf Hebräisch. Während wir Sklaverei und Befreiung hier und jetzt in unserer hochtechnisierten Welt nachleben, sagt uns die Haggada genau, wo wir sind, wann und warum.

Erleben Sie Pessach auf Ihre eigene Weise

Egal, ob Sie ein gläubiger Mensch sind, ein hartnäckiger Skeptiker, ein harmloser Zuschauer oder jemand, i dem nichts Besonderes auffällt - die  Haggada spricht Sie an. Sie spricht sogar Kinder an (und vor allem das Kind in Ihnen), mit vielen Bräuchen, die den Seder interessant machen.

 

Die Details

Wenn Sie einen interessanten Pessach-Seder erleben wollen, können Sie in Hannover zu einem öffentlichen Seder wahlweise in die Jüdische Gemeinde oder in Chabadzentrum gehen. Aber wenn Sie einen Seder zu Hause machen wollen, geben wir Ihnen einige Hinweise:

  1. Beginnen Sie mit dem Seder erst nach der Zeit für das Lichtzünden (siehe ZEITPLAN).
  2. Sagen Sie die besonderen Segenssprüche und Gebete, die man fast immer sagt, wenn man während des Seders etwas isst oder trinkt.
  3. Wein (oder wenigstens Traubensaft mit einem Schuss Wein) verleiht dem Seder die königliche Atmosphäre, die er haben sollte. Deshalb trinken wir während der Seder- Reise vier Becher Wein - und den ersten gleich zu Beginn.
  4. Kinder möchten alles wissen. Die Haggada enthält sogar die erste FAQ Zusammenstellung der Geschichte: Vier klassische Fragen, die Kinder bei jedem Seder stellen. Nun ist es Ihre Aufgabe, die Haggada einzusetzen, um die Fragen Ihrer Kinder so sinnvoll und schön wie möglich zu beantworten.
  5. Erleben Sie den Geschmack der Vergangenheit.Essen Sie wenigstens 30 g von Hand gebackene Matza (etwa eine halbe Matza).
  6. Essen Sie tapfer eine Portion Bitterkraut - Meerrettich oder Lattich. Qualvoll? Ja, jetzt wissen Sie, wie sich die Sklaverei angefühlt hat.
  7. Nun sind Sie im alten Israel und spielen nach, wie man im Tempel in Jerusalem Pessach gefeiert hat, mit einem Sandwich aus Matza und Bitterkraut.
  8. Zurück in die Gegenwart. Jetzt dürfen Sie die übliche Fest- Mahlzeit mit mehreren Gängen servieren. Und genießen Sie es, dabei endlich mal wieder mit Ihren Verwandten und Freunden sprechen zu können.
  9. Das war ausgezeichnet, oder? Also danken wir G-tt für das gute Essen. Zuletzt drücken wir unsere Dankbarkeit mit traditionellen Gebeten und Liedern aus - und können uns noch bis spät in die Nacht über alle Pessach-Themen unterhalten.

Die übrigen Tage von Pessach

Pessach dauert acht Tage: und so geben Sie ihnen Bedeutung.

Trinken und essen

Es gibt eine Mitzwa, an jedem Tag Pessach einen Becher Wein zu trinken.

Ferien von der Arbeit

Um die Heiligkeit des Feiertags deutlich zu machen, arbeiten wir an den ersten beiden und den letzten beiden Tagen nicht. An den vier Tagen in der Mitte (Chol ha-Moed) sind nur bestimmte Tätigkeiten erlaubt, z.B. solche, die für das Fest nötig sind.

Countdown

Von dem Tag des Auszugs aus Ägypten, hat das jüdische Volk erwartungsvoll bis zu dem Tag gezählt, an dem es die Tora bekam - insgesamt 49 Tage. Seitdem wiederholen wir das jedes Jahr: Beginnend mit der zweiten Seder-Nacht zählen wir die Tage und die Wochen. Jeder Tag repräsentiert eine höhere Stufe in der geistigen Vorbereitung auf den Höhepunkt: das Schawuot-Fest, das an die Gabe der Tora erinnert.

Die ganze Nacht

Zur Erinnerung an den Durchzug durch das Schilf-Meer bleiben wir in der siebten Nacht Pessach (in der Nacht zum 17. April) so lange wie möglich auf und vollziehen so auf besondere Weise dieses Ereignis symbolisch nach.

Gedenken an die Vorfahren

Ohne unsere Vorfahren hätten wir Pessach nicht - und es würde uns gar nicht geben. Wir gedenken ihrer Seelen mit dem besonderen Jiskor-Gebet in der Synagoge am achten Tag Pessach (am 18. April).

 

 

PESSACH-G'TTESDIENSTE

 

Montag,
10. April
G'ttesdienst Erew Pessach - anschließend Seder-Abend 19:30 Uhr
Dienstag,
11. April
G'ttesdienst 1. Tag Pessach
G'ttesdienst Erew Pessach 2. Tag
Sefirat Ha-Omer
09.00 Uhr
19.00 Uhr
Mittwoch,
12. April
G'ttesdienst 2. Tag Pessach 09.00 Uhr
Sonntag,
16. April
G'ttesdienst Erew Pessach 7. Tag 19.00 Uhr
Montag,
17. April
G'ttesdienst 7. Tag Pessach
G'ttesdienst Erew Pessach 8. Tag
09.00 Uhr
19.00 Uhr
Dienstag,
18. April
G'ttesdienst Erew Pessach 7. Tag
Iskor
09.00 Uhr

 

SEGENSSPRÜCHE FÜR DAS LICHTZÜNDEN

  1. Baruch atta Ado-naj E-Iohejnu mälech ha-olam ascher kiddeschänu bemitzwotaw we-ziwänu le-hadlik ner schel jom tow.
  2. Baruch atta Ado-naj E-Iohejnu melech ha-olam ascher kiddeschänu bemitzwotaw we-ziwänu le-hadlik ner schel schabbat we- schel jom tow.
  3. Baruch atta Ado-naj E-Iohejnu melech haolam sche-hechejänu weki- jemänu wehigi'änu la-seman haseh.

ПЕСАХ-5777 (2017)

История праздника Песах

 

Легкой судьбы у евреев не было никогда. Прежде чем стать хозяевами на своей земле, нашим предкам предстояло пройти рабство и унижение, а уж затем прийти к свободе и единству.

Начинается все с того, что наш праотец Авраам удостаивается пророчества о том, что "пришельцами будут потомки твои в земле чужой, и поработят их, и будут угнетать их четыреста лет..." Но отсчет четырехвекового изгнания Всевышний начинает вести с момента рождения Ицхака, вдвое сократив пребывание еврейского народа в рабстве.

У Ицхака рождается Яаков, а у Яакова - двенадцать сыновей, которым в будущем суждено стать главами двенадцати колен Израиля.

Один из братьев, Йосеф, обретает особую милость в глазах отца, чем вызывает ревность остальных братьев. Улучив момент, они продают Йосефа в рабство египтянам. История Йосефа - сюжет для настоящего триллера: вопреки козням и интригам бесправный раб поднимается до высокой должности первого советника фараона и становится вторым после него правителем Египта, самой мощной в ту эпоху державы.

Проходят годы. На Ханаанскую землю, где живут братья Йосефа и их отец, обрушивается голод. Братья вынуждены спуститься за хлебом в Египет, где, благодаря разумной предусмотрительности Йосефа, скопились большие запасы зерна.

Встреча Йосефа и братьев заканчивается всепрощением. Йосеф приглашает их перебраться в Египет вместе с семьями и престарелым отцом Лаковом, с которым он не виделся много лет. В те дни численность еврейского народа составляет лишь 70 человек. Эти первопроходцы и поселяются в стране фараонов. Это было в 1523 году до н.э.

Сменяются поколения. К власти приходит другой правитель. Заслуги Йосефа перед Египтом уже забыты. Еврейский народ, чуждый своими обычаями, укладом и языком, постепенно обращается в рабство. Их ждет тяжелый, унизительный труд: каменоломни, изготовление кирпичей, прокладка дорог в песках и строительство монументальных памятников. Но даже будучи рабами, евреи категорически отказываются ассимилироваться. Не останавливает их и жестокий указ фараона о том, чтобы при рождении сразу же уничтожались все еврейские младенцы мужского пола.

И вот годы предсказанного изгнания подходят к концу. Б-же- ственная миссия освобождения возлагается на Моше, потомка колена Леви.

Моше требует у фараона отпустить еврейский народ на свободу, но тиран упорствует и отвечает еще большими притеснениями. Тогда на Египет обрушиваются десять казней: кровь, в которую превращается вся вода, нашествие полчищ жаб, вшей, диких зверей, саранчи, повальные болезни, мор, град. Египет разорен, но фараон продолжает упорствовать. И все же после десятой казни, когда в семьях египтян погибают все перворожденные - от мала до велика, фараон отпускает евреев.

Утром , пятнадцатого Нисана, многомиллионный народ Израиля навсегда покидает Египет и направляется к горе Синай, чтобы получить драгоценнейший дар из рук Всевышнего - святую Тору.

С тех пор, чтобы увековечить память о событиях той эпохи и возблагодарить Всевышнего за чудесное избавление от египетского рабства, мы ежегодно отмечаем праздник Песах в дни с 15-го по 21-е Нисана. В первый вечер мы делаем праздничную трапезу, кушаем мацу в память об истории освобождения нашего народа, и горькую зелень в память о горькой жизни евреев в Египте. Мы рассказываем нашим детям историю рабства и освобождения. В эти 8 дней мы не едим хамец-квасное.

Традиции праздника

Маца и хамец

Пресный хлеб упомянутый в Агаде (Сказании), это и есть маца, которую по обычаю делают из пшеничной муки. Ее приготавливают особенно тщательно, согласно всем предписаниям еврейского закона. Именно такая маца с надписью "Kosher für Pessach" используется в пищу на протяжении всех 8 дней праздника Песах. Особенно важно есть мацу в первые два вечера Песаха. Когда во время Седера начинают рассказ об Исходе из Египта, поднимают кеару (поднос), на которой находится маца, и произносят: "Вот скудный хлеб, который ели наши предки в стране Египетской...".

         Хамец называется зерно, крупа или продукты из муки пяти злаковых культур (пшеница, рожь, ячмень, овес, полба), подвергшиеся увлажнению и брожению. Это относится в первую очередь к хлебу и к любым мучным изделиям. Зерно, крупа или мука любой злаковой культуры, попав в воду, начинают бродить и становятся хамец. Водка, виски и пиво запрещены. Также запрещены в эти дни мороженое в вафельных стаканчиках, вафли, хлебец, галеты и тому подобные продукты, без которых совсем не трудно обойтись.

Запрет на употребление квасного наступает утром, в канун праздника. По закону, хамец в дни Песах запрещен в любом количестве, поэтому никакие продукты, смеси и напитки, в составе которых есть хотя бы частичка хамец, нельзя употреблять в пищу.

Самый надежный способ избежать невольного нарушения хамец приобретать для праздника Песах продукты с надписью «Kosher für Pessach» (кошерно для Песаха) и печатью раввина.

Как избавиться от хамец

Задолго до праздника хозяйки начинают очищать дом от остатков хамец. Производя генеральную уборку всех без исключения уголков помещения, тщательно чистят и моют всё, где может оказаться хамец. Но случается, что уничтожение запрещенных на Песах продуктов по какой-то причине нежелательно. В этом случае раввин, по Вашему поручению, может продать запасы хамец нееврею, а по окончании праздника выкупить их.

Поиск хамец

Сразу же с наступлением последней предпраздничной ночи (воскресенье, 09 апреля) глава семьи проводит поиск хамец.

Весь хамец, оставленный для продажи нееврею, обычно к этому времени уже собран в определенное место (например, в посудный шкаф) и тщательно закрыт, чтобы случайно не употребить его по ошибке. Все необходимое для еды в этот вечер и на следующее утро кануна праздника (в понедельник, 10 апреля) должно быть убрано в отдельное место. Для поиска хамец берут десять твердых кусочков хлеба, завернутых по отдельности в бумагу, и кладут в разные, заранее известные места, для того, чтобы дальнейший поиск в случае полного отсутствия хамец не оказался безуспешным.

Поиск хамец очень важный и интересный ритуал. По традиции хамец ищут, освещая темные уголки дома восковой свечой. Обнаруженные в щелях забытые крошки выметают при помощи птичьего пера (по возможности). Перед началом поиска хозяин произносит специальное благословение:

Барух Ата Адо-най Элоh- эну Мэлэх hаолам Ашэр Кидэшану Бэмицвосав Вэцивану Ал Биур Хамэц.

Должны быть обследованы все места, куда в течение года мог быть внесен хамец, включая жилые помещения, кухню, кладовки, шкафы, полки, балконы, подвалы, чердаки, склады, гаражи, автомашины и другие места.

Сразу после окончания поиска необходимо отказаться от своих прав также и на незамеченный или ненайденный хамец. Нужно мысленно твердо решить, что этот хамец больше Вам не принадлежит и не имеет для Вас ни малейшего значения. Это же необходимо выразить вслух, произнеся традиционную фразу на арамейском или на любом другом понятном языке. Эта фраза по-русски звучит так:

"Все непресное и квасное, находящееся в каком-либо принадлежащем мне месте, которое я не приметил и не устранил, и о котором я не знаю, пусть будет считаться как ничто и никому не принадлежащим подобно земной пыли".

Найденный во время поиска хамец (вместе с пером, остатком свечки и деревянной ложкой) следует завернуть в бумагу, завязать и положить на видное место, чтобы не забыть сжечь его на следующее утро.

Сжигание хамец

Утром в канун Песаха (в понедельник, 10 апреля) есть хамец можно только в течение нескольких часов до времени, указанного в календаре.(В Ганновере - до 11:05) Примерно через час после этого наступает время, когда уже запрещено иметь хамец в своих владениях.  (В Ганновере - до 12:13). До этого срока остатки завтрака и пакетик с кусочками хлеба, припрятанный со вчерашнего вечера, сжигаются на костре. Во время сжигания хозяин мысленно полностью отказывается от каких-либо прав на хамец, который может быть обнаружен после этого обряда, и произносит фразу: "Все непресное и квасное, находящееся в каком-либо принадлежащем мне месте, видимое мною и не видимое, замеченное мною и не замеченное, устраненное мною и не устраненное, пусть будет считаться как ничто и никому не принадлежащим подобно земной пыли”.

Продажа хамец

Перед Песах раввину доверяют продать нееврею продукты, которые запрещено хранить в дни праздника. После такой продажи хамец может остаться в доме у еврея, так как этот хамец уже не является его собственностью. Но он должен быть помещён в определённое место и закрыт на протяжении всего праздника Песах. Сразу после праздника раввин выкупает всё проданное, и только после этого хозяева могут снова пользоваться продуктами и посудой, которые были проданы.

 

Календарь праздника

 

10.04 вечером
Седер Песах

Что нужно подготовить к Седеру

  1. Агада на каждого участника, для детей - Агада с рисунками.
  2. 3 целых Мацы главе застолья, и примерно по 2 листа Мацы каждому участнику.
  3. Вино или натуральный виноградный сок так, чтоб хватило по 4 бокала каждому.
  4. Все продукты для главного Блюда (см. ниже).
  5. Ведущему Седер следует внимательно просмотреть Агаду с некоторыми её комментариями.

Блюдо

На поднос кладут 3 Мацы, одну на другую. Над ними располагают следующие предметы (Симаним):

1. Зроа 2. Яйцо 3. Марор 4. Харосет 5. Карпас 6. Марор

Пояснения:

1. Кусочек печеного мяса, обычно - куриной шейки.

2. Яйцо, сваренное вкрутую.

3  и 6. Горькая зелень, обычно - листья салата и хрен.

4. Глинообразная смесь из орехов, яблок и т.д. с вином.

5. Обычно, лук или картофель.

Почему используют именно 3 Мацы? - Каждая из них духовно связана с одним из праотцев: Авраамом, Ицхаком, Яаковом и с одной из групп народа Израиля: Коэн, Леви, Исраэль.

Согласно Кабале, 3 Мацы, 6 Симаним и Тарелка расположены в соответствии с 10 Сфирот.

4 Бокала

Бокал располагают справа от Блюда.

С каждым бокалом исполняется особая процедура:

1-й Бокал - Кидуш.

2-й Бокал - Агада, пересказ Исхода.

3-й Бокал - Биркат аМазон.

Благословение после еды.

4-й Бокал - Завершение Алель, восхваления.

Согласно Кабале, 4 Бокала, 4 Вопроса Ма Ништана, 4 Сына соответствуют 4-м мирам.

Праздничные дни

Праздник Песах продолжается восемь дней, и все это время запрещено есть и иметь дома квасное (хамец). На третий день наступают "будни праздника" полупраздничные дни, называемые Хол хамоэд. Заключительные два дня Песаха седьмой и восьмой (17 и 18 апреля) также являются праздничными.

Праздник длится восемь дней. Почему?

Первые и последние два дня называются Йом тов (в Израиле - лишь первый и последний дни), что на иврите значит «добрый, хороший день». Законы этих дней очень похожи на законы Шабата, субботы. Первая пара дней - праздник исхода наших предков из Египта. Седьмой день праздника (отмечается в седьмой и восьмой дни) -дата перехода евреев через Красное море (Суф).

Первые дни отмечаются Седером. В ночь седьмого дня праздника принято не спать, подобно нашим предкам, бодрствовавшим всю ночь и стоявшим на морском берегу.

Изкор

На восьмой день Песаха (во вторник, 18. апреля), во время утренней молитвы произносят Изкор - поминальную молитву по умершим.

 

 

ПАСХАЛЬНЫЕ СЛУЖБЫ

 

Понедельник,
10-го апреля
Служба Erew Pessach - По окончании Seder-Abend 19:30
Вторник,
11-го апреляl
Служба 1. Tag Pessach
Служба Erew Pessach 2. Tag
Sefirat Ha-Omer
09.00
19.00
Среда,
12-го апреля
Служба 2. Tag Pessach 09.00
Воскресенье,
16-го апреля
Служба Erew Pessach 7. Tag 19.00
Понедельник,
17-го апреля
Служба 7. Tag Pessach
Служба Erew Pessach 8. Tag
09.00
19.00
Вторник,
18-го апреля
Служба Erew Pessach 7. Tag
Iskor
09.00

 

 

Purim

Die Purim Geschichte

Das Festessen

Es war im Jahre 365 v.d.Z. in der persischen Hauptstadt Schuschan. Der König Achaschwerosch gab in seinem Palast eine Reihe von üppigen Festessen, zu denen sogar viele Juden kamen. Berauscht von der Begeisterung der Festivitäten, dem ständigen Trinken und den Ausschweifungen, befahl König Achaschwerosch seiner Königin Waschti, sich den Gästen zu zeigen – mit nichts bekleidet ausser ihrer Krone. Waschti weigerte sich. Der König war über diese Unverschämtheit so erzürnt, dass er sich mit seinen Ministern beriet und Waschti hinrichten liess.

Die Wahl einer Königin

Nun brauchte der König eine neue Königin. Achaschwerosch liess alle schönen Mädchen des Landes zum Palast bringen, damit er sich eine Frau wählen konnte. Er entschied sich für Esther (Hadassa), die Nichte von Mordechai, der zu den wichtigsten Persönlichkeiten im jüdischen Volk gehörte. Mordechai riet Esther, ihre jüdische Identität zu verschweigen, um den Juden besser helfen zu können, und so hielt sie sich im Geheimen an die jüdischen Vorschriften. Eines Tages hörte Mordechai, wie zwei Diener planten, den König zu vergiften. Er erzählte Esther von der Verschwörung, und sie informierte den König. Der Plan wurde vereitelt, und es wurde in der königlichen Chronik vermerkt, dass Mordechai den König gerettet hatte.

Hamans Plan

Mittlerweile wurde Haman, ein Nachfahre von Amalek, der oberste Minister am königlichen Hof. Durch einen königlichen Erlass wurden alle im Palast gezwungen, sich vor Haman zu verbeugen. Mordechai weigerte sich jedoch, weil Haman ein Götzenbild auf der Brust trug. Das machte Haman so wütend, dass er einen Plan ersann, alle Juden im persischen Reich zu ermorden. Er warf Lose (hebräisch „Purim“), um den Tag zu bestimmen, an dem das Massaker stattfinden sollte – es war der 13. Tag im jüdischen Monat Adar. Ausserdem liess Haman einen Galgen speziell für Mordechai errichten.

Esthers Bitte

Als Mordechai von dem bösen Plan erfuhr, ging Mordechai - und mit ihm die Juden von Schuschan - in Sack und Asche als Zeichen der Trauer. Er sagte Esther, sie müsse sich beim König für ihr Volk einsetzen. Ungeladen vor dem König zu erscheinen, war jedoch sogar für die Königin ebensgefährlich. Esther bat alle Juden, drei Tage lang zu fasten, zu beten und Busse zu tun. Danach ging Esther zum König und lud ihn und Haman zu einem privaten Festmahl ein. Als sie bei ihr zu Gast waren, lud sie sie zu einem weiteren Essen am nächsten Abend ein.

Die schlaflose Nacht

In jener Nacht konnte der König Achaschwerosch nicht schlafen und bat daher seine Diener, ihm aus der Chronik vorzulesen. Als sie zu dem Vorfall kamen, bei dem Mordechai ihm das Leben gerettet hatte, stellte sich heraus, dass Mordechai dafür nie eine Belohnung bekommen hatte. Der König bat Haman, einen Vorschlag zu machen, wie man jemanden am besten ehren könnte. Haman dachte, der König wolle ihn ehren – und war wütend und entsetzt, als er erfuhr, dass die Ehrungen, die er sich selbst zugedacht hatte, Mordechai erwiesen werden sollten.

Das zweite Festmahl

Bei dem nächsten Festmahl bat Esther den König, sie selbst und ihr Volk am Leben zu lassen. Überrascht fragte der König, durch wen sie denn bedroht sei. Sie erwiderte, es sei kein anderer als der böse Haman. Haman wurde sofort an den Galgen gehängt, den er für Mordechai vorgesehen hatte. Die Megilla ist nach der Königin Esther benannt, weil sie so viel G”ttvertrauen, Klugheit und Mut zugunsten des jüdischen Volkes bewies.

Das grosse Finale

Obwohl Haman tot war, konnte sein Dekret gegen die Juden nicht aufgehoben werden. Es wurde aber ein neues Dekret erlassen, das es den Juden gestattete, sich gegen ihre Feinde zu verteidigen. Sie errangen einen überwältigenden Sieg, und die Anhänger des bösen Haman erlitten eine vollständige Niederlage. Der 14. Tag des Monats Adar wurde als Purimfest festgesetzt, um das grosse Wunder der Errettung unseres Volkes zu feiern und daran zu erinnern.

Eine Geschichte für heute

Die Purimgeschichte ist mehr als ein aufregendes historisches Abenteuer. Sie zeigt, wie G”tt die Welt lenkt und für Sein Volk sorgt. Wir erzählen sie Jahr für Jahr, weil sie für uns relevant ist und hervorhebt, dass G”tt sogar in Einzelheiten unseres alltäglichen Lebens eingreift.

Kinder

Purim ist ein Feiertag für Kinder. Kinder verkleiden sich, um zu zeigen, dass nichts so ist, wie es zu sein scheint, und dass etwas, was schlecht aussieht, in Wirklichkeit gut sein kann. Sie hören die Lesung der Megilla, geben Zedaka, helfen, 'Mischloach Manot'-Geschenke zu verteilen und geniessen die lebhafte Purimfreude.

Die Mitzwot von Purim

Lesung der Megilla

Megillat Esther (die Esther-Rolle) ist ein Bericht aus erster Hand. Esther und Mordechai erzählen von Hamans Plan, das gesamte jüdische Volk zu vernichten, und davon, wie er durch ein Wunder bezwungen wurde. An Purim hören wir die Lesung der Megilla zweimal: in diesem Jahr (2017) am Samstagabend, dem 11. März, und am Sonntagmorgen, dem 12. März. Achten Sie darauf, dass Sie kein Wort verpassen! Die Lesung ist ein interaktives Ereignis: Wenn der Name Haman genannt wird, machen wir mit Purimrasseln oder auch mit unseren Füßen Lärm, um seinen bösen Namen zu übertönen.

Festliche Mahlzeit

Purim wird mit einer festlichen und freudigen Mahlzeit gefeiert, die am Sonntag, dem 12. März, bei Tag standfindet. Zu den traditionellen Speisen gehören Suppe mit Kreplach (gefüllten Knödeln) und Hamantaschen - ein dreieckiges Gebäck mit einer Füllung aus Früchten oder Nüssen. Die verborgenen Füllungen erinnern uns daran, dass G-ttes ständige Gegenwart in der ganzen Purim-Geschichte verborgen war und sich nicht offen zeigte.

Geschenke für Freunde

Purim ist eine Zeit, in der wir Einheit und Freundschaft unter uns Juden feiern. Wir schicken Päckchen mit mindestens zwei verschiedenen, ohne Zubereitung essbaren Speisen (z.B. Hamantaschen und Obst oder ein Getränk) an mindestens einen Freund; dabei schicken Männer Geschenke an Männer und Frauen an Frauen. Traditionell werden diese Geschenke, Mischloach Manot, durch einen Boten geschickt; Kinder machen das sehr gerne.

Gaben für die Armen

Das ganze Jahr ist es eine Mitzwa, Zedaka zu geben, aber besonders an Purim. Man sollte wenigstens zwei bedürftigen Personen am Tag von Purim etwas geben. Am besten übergibt man das Geschenk direkt. Wenn das nicht möglich ist, kann man wenigstens einige Münzen in eine Zedaka-Büchse stecken. Es ist gut, wenn schon kleine Kinder diese Mitzwa erfüllen.

Fasten Esther

In Erinnerung an das dreitägige Beten und Fasten der Juden in Persien nach dem Bekanntwerden von Mordechais Dekret fasten wir vor Purim, in diesem Jahr am Donnerstag, dem 09. März, von Morgengrauen (in Hannover - von 05:03 Uhr) bis Nachteinbruch (in Hannover - bis 18:50 Uhr) .

История праздника Пурим

Это произошло более двух тысяч лет тому назад, во времена правления персидского царя Ахашвероша. Удачливый полководец, он завоевал много стран, стал владыкой огромной Империи из 127 провинций, простиравшейся от Индии до Эфиопии. Как и все тираны, царь Ахашверош больше всего на свете боялся собственных подданных. Он был жесток к непослушным, казнил невиновных, но одновременно пользовался популярностью у простого народа, для которого устраивал частые празднества. Одно из них, например, продолжалось 180 дней подряд!

Закончив грандиозный полугодовой пир, он устроил еще один – семидневный – для жителей новой столицы Персии – города Шушана. Ахашверош кичился своим могуществом и богатством. На семидневный праздник в числе других были приглашены и евреи.

Завлечь евреев на царское пиршество, напоить и осквернить запретной пищей – был замысел Амана, одного из советников царя Ахашвероша. Аман
ненавидел евреев, но не смел подступиться к ним: он боялся еврейского Б-га! Царский праздник, соблазнивший евреев осквернить себя трефным, был тем не менее коварной победой. Б-жий гнев за непослушание Его народа обрек евреев на тяжкое испытание – теперь они были полностью во власти Амана. Только искреннее раскаяние согрешивших, возвращение их сердцами к Б-гу спасло евреев от гибели...

В последний день праздника царь опять проявил свойственную ему жестокость. Разгневанный непослушанием жены, Ахашверош приказал немедленно казнить ее, а затем разослал по всей Империи гонцов на поиски красивых девушек. Одной из них предстояло стать новой царицей...

Гонцы шли из дома в дом. Они заглянули и к Мордехаю, увидели Эстер – его двоюродную сестру, и увели ее во дворец. И царь остановил свой выбор на скромной изящной девушке. Ахашверош не знал, что она еврейка, – Мордехай наказал Эстер держать до поры ее происхождение в тайне.

 

Прошло какое-то время, и од- нажды Мордехай спас царю жизнь. Он услышал разговор двух царедворцев, которые задумали отравить Ахашвероша. Мордехай немедленно рассказал Эстер о преступном замысле. Молодая царица сообщила обо всем Ахашверошу, тот позволил заговорщикам принести отравленный напиток, схватил их с поличным и казнил. А в царскую летопись повелел записать, что остался жив благодаря Мордехаю.

Аман, ставший к тому времени первым царским министром, наметил коварный план полного уничтожения евреев. Мордехай передал царице весть о случившемся. "Нет сомнений, – добавил Мордехай, – что наступил предопределенный день, когда надлежит тебе, Эстер, открыться перед царем и умолять его о спасении нашего народа".

Эстер не покинула свой народ в столь бедственный час, но попрoсила Мордехая: "Собери всех евреев, старых и молодых, и поститесь и молитесь за меня три дня, пока мольба эта не достигнет Небес, и Б-г сжалится над нами." Пост был принят и соблюдался евреями всех провинций, а в самом Шушане Мордехай собрал вокруг себя тысячи детей, и во время всеобщей печали и плача, день и ночь учил их Торе. Матери приходили к детям, приносили им еду и умоляли вернуться домой. Но малыши были непреклонны: "Мы останемся с Мордехаем и продолжим пост!". Они плакали и молились, и Б-г услышал просьбу невинных детей.

Никто не спал в ту послед- нюю ночь. Мордехай и остальные евреи провели ее в молитвах. Эстер готовилась к встрече с царем. Не спал и Аман – он следил за строительством высокой виселицы для ненавистного ему Мордехая.

Вечером, когда царь вместе с Аманом отправился к царице, Эстер рассказала Ахашверошу о подлом плане Амана, и разгневанный царь велел  повесить его на им же подготовленной виселице.

Но жестокий указ Амана оставался в силе. Разосланный от имени царя, он не подлежал отмене. Срочно были вызваны царские писцы и написан новый приказ, где говорилось, что Аман злоупотребил доверием царя и обманул его. Вместо запрета преследовать евреев во всех провинциях, как велит государь, Аман приказал истребить его подданных. В опровержение старого, поддельного указа – новый призывал евреев собраться в 13-й день Адара, быть готовыми к защите от врагов и убивать тех, кто поднимет на них руку. Так и случилось.

 

На следующее после 13 адара утро евреи праздновали свое чудесное спасение. И этот день – 14 Адара – стал праздником Пурим, днем, когда отмечается избавление нашего народа от страшной опасности. Этот чудесный, радостный праздник служит вечным источником мужества и веры, преданности нашему великому и милостивому Б-гу и верности Ему.

Пурим - это время ...

... слушать "Мегилу"

Главная церемония Пурим и основная его заповедь – публичное чтение свитка "Мегилат Эстер". Его обязаны слушать все – мужчины, женщины и дети, не пропуская ни единого слова. Тишина синагоги, где звучит только голос чтеца, время от времени взрывается громким веселым шумом. Это – дети. В маскарадных костюмах, с погремушками, пистолетиками и трещотками в руках, они с нетерпением ждут, когда чтец в очередной раз произнесет имя Амана. И тогда "бьют Амана" радостно и громко, а чтец терпеливо ждет. В 2017 году публичное чтение свитка "Мегилат Эстер" проводится Хабадом Любавич и Еврейской общиной Ганновера в синагоге Общины по адресу Haeckelstr. 10, 30137 Hannover в субботу  вечером, 11 марта в 19:00, накануне Пурим, и в воскресенье в самый день праздника Пурим  утром, 12 марта в 10:00, и в Хабад Любавич - вечером 12 марта в 18:00. 

... дарить "Мишлоах Манот"

В день праздника Пурим евреи исполняют заповедь "Мишлоах Манот". Oбычно, с детьми посылают в виде подарка, как минимум, два вида съестного либо один вид cъестного и любой напиток – хотя бы одному человеку. Мужчина дарит мужчине, женщина – женщине. Также и дети делают подарки своим друзьям.

... давать пожертвования

В день праздника Пурим дают подаяние бедным. Каждый обязан оказать денежную помощь по меньшей мере двум нуждающимся. "Не разбираются в милостынях в Пурим. Дают каждому, кто протягивает руку...". Если Вы не встретите или не знаете бедных людей – опустите деньги в копилку для благотворительности. Посылая с детьми подарки друзьям и близким, помогая деньгами нуждающимся, мы украшаем праздник себе и другим.

... справлять праздничную трапезу

В день праздника Пурим  до полудня обязательна праздничная трапеза с вкусной едой и крепкими напитками. В этот день разрешено выпить много вина, "веселящего душу человека". "Устраивать пир и веселье..." – одна из заповедей Пурим, указанных в "Мегилат Эстер". Традиционным угощением является треугольная сдобная булочка с маком и медом – хоменташ.

Пост Эстер

Канун Пурима, день тринадцатого Адара – общественный пост, называемый Таанит-Эстер. В нынешнем 2017 году общественный пост выпадает на четверг, 09 марта. Пост начинается с рассвета (В Ганновере с 05:30 утра) до заката (В Ганновере до 18:50 вечера).

Chanukka

Chanukka Geschichte

Als Alexander der Grosse im Jahre 3448 (313 v.d.Z.) Frieden mit Jerusalem schloss, zahlten wir unsere Steuern und kümmerten uns um unsere eigenen Angelegenheiten. Schliesslich kam der grössenwahnsinnige Antiochus Epiphanes an die Macht. Der Beiname Epiphanes bedeutet “der  Еrschienene”, und Antiochus konnte es nicht ertragen, dass irgendjemand ausser ihm eine Beziehung zu irgendeinem G-tt hatte. Er plünderte unseren heiligen Tempel in Jerusalem und verbot die Beschneidung, die Einhaltung des Schabbats und das Tragen von Tefillin – und alles, was mit jüdischer Identität und unserer Beziehung zu dem einzigen und nicht greifbaren G-tt zu tun hat.
   Viele Juden widersetzten sich diesen Anordnungen und star-ben als Märtyrer. Schliesslich liess Antiochus in den Städten Zeus-Statuen aufstellen und verlangte, dass alle sie anbeten sollten. Im Jahre 3621 (164 v.d.Z.), revoltierte eine Familie von Kohanim aus der Dynastie der Hasmonäer. Sie nannten sich selbst Makkabäer. Das war das erste Mal, dass ein Krieg nicht für Land oder Macht geführt wurde, sondern für religiöse Freiheiten und Rechte. Das Problem war, dass die fünf Makkabäer-Brüder der mächtigsten Armee der Welt nicht gewachsen waren. Das Wunder war, dass sie trotzdem siegten.
   Das Problem war, dass die Griechen noch mehr Truppen und sogar gepanzerte Elephanten einsetzten. Das geradezu absurd erscheinende Wunder war, dass die Makkabäer weiterhin siegten. Es gelang ihnen, die Griechen aus Jerusalem zu vertreiben, den entweihten Tempel zu reinigen und die Unabhängigkeit zu erklären. Als die Makkabäer Jerusalem zurückeroberten und den heiligen Tempel betraten, fanden sie ein schreckliches Durcheinander vor: überall Götzenbilder, zerstörte Gegenstände. Also machten sie Ordnung und weihten den Tempel wieder ein.
   Das Problem war, dass für die grosse goldene Menora reines
Olivenöl gebraucht wurde, das nicht von Menschen berührt worden war, die tame („rituell unrein“) waren. Die Griechen hatten jedoch alles Öl im Tempel entweiht. Nun kam das beste Öl aus den Olivenhainen in Tekoa – drei Tagesreisen entfernt. Niemand wollte zweitklassiges Öl verwenden, aber so lange warten wollte man auch nicht.
   Und wieder geschahen Wunder. Man fand im Tempel doch noch eine verstecktes Fläschchen reines Olivenöl, sogar mit dem Siegel des Hohepriesters. Und obwohl der Inhalt eigentlich nur gerade für einen Tag genügte, reichte das Öl für acht Tage, bis neues Öl aus Tekoa angekommen war.

Wie man Chanukka-Lichter zündet

Unsere Chanukka-Leuch-ter sehen vielleicht einfach aus, aber wenn wir sie richtig verwenden, sind sie ein machtvolles Mittel, das Universum mit einem besonderen, übernatürlichen Licht zu füllen. Dadurch können wir Wahrheit, Gerechtigkeit und Güte in der Welt mehren und die Kräfte der Finsternis erheblich schwächen. Und so geht es:

1. Alle Lichter der Chanukka-Menora sollten auf gleicher Höhe und in einer geraden Linie stehen. Nur der Schamasch (Diener) muss deutlich höher oder tiefer sein als die übrigen Lichter.

2. Der beste Ort für eine Menora ist an der Eingangstür gegenüber der Mesusa. Man kann sie auch in ein Fenster stellen, das von der Strasse aus sichtbar ist.

3. Eine Familie gilt als eine Einheit, so dass der Ehemann für alle die Lichter zünden kann. Familienmitglieder, die allein wohnen, brauchen eine eigene Menora. Um die Kinder aktiv zu beteiligen, dürfen Sie sie selbst Lichter zünden lassen.

4. Am ersten Abend zündet man ein Licht am rechten Ende der Menora an. Jeden Tag fügt man links von den bisherigen Lichtern ein weiteres hinzu und zündet es als erstes an.
 
5. Die korrekte Zeit für das Lichtzünden ist Nachteinbruch. Die Lichter sollen noch mindestens eine halbe Stunde da- nach brennen. Man kann sie auch früher anzünden, muss aber darauf achten, dass sie bis eine halbe Stunde nach Nachteinbruch brennen.

6. Am Freitag muss man die Chanukka-Lichter und die Schabbat-Lichter rechtzeitig vor Sonnenuntergang anzünden, weil das nach Schabbat-Eingang verboten ist. Damit die Lichter lange genug brennen, muss man gegebenenfalls längere Kerzen oder mehr Öl nehmen.
 
7. Wenn man erst nach Nachteinbruch nach Hause kommt, kann man die Chanukka-Lichter immer noch mit einem Segensspruch (Beracha) anzünden, solange noch andere Menschen sie sehen können.
Danach zündet man die Lichter ohne Segensspruch an.

Segenssprüche für das Anzünden der Menora

Vor dem Zünden der Lichter sagt man:

1. Baruch atta A–donaj E–lohéjnu mélech ha-olam ascher kiddeschánu be-mitzwotaw weziwánu lehadlik ner (schel) chanukka.

Gelobt seist Du, Ewiger, unser G-tt, König der Welt, der Du uns durch Deine Gebote geheiligt und uns befohlen hast, das Chanukka-Licht anzuzünden.

2. Baruch atta A–donaj E–lohéjnu mélech ha-olam sche-assa nissim la-awotéjnu ba-jamim ha-hem baseman ha-seh.

Gelobt seist Du, Ewiger, unser G-tt, König der Welt, der Du unseren Vätern Wunder erwiesen hast, in jenen Tagen zu dieser Zeit.

3. Baruch atta A–donaj E–lohéjnu mélech ha-olam sche-hechejánu we-kijemánu wehiggi’ánu la-seman ha-seh.

Gelobt seist Du, Ewiger, unser G-tt, König der Welt, der Du uns Leben gegeben und uns erhalten hast und zu diesem Tag hast gelangen lassen.

Nach dem Zünden der Lichter sagt man Ha-nerot hallalu:

Hanerot halalu anu madlikin, al hateshuot weal hanisim, weal haniflaot, she-asita la-awotenu bajamim hahem bisman hase, al jedei kohanecha hekedoshim. Wechol shemonat jemei Chanukka hanerot halalu kodesh hem. Wein lanu reshut lehish-tamesh bahen, ela lir-otan bilwad. Kedei lehodot ulehalel leshimcha hagadol, al nisecha, weal nifleotecha, weal jeshuotecha.

Diese Lichter zünden wir an wegen der Wunder, Siege und allmächtigen Taten, die Du für unsere Väter durch Deine heiligen Priester vollbracht hast. Alle acht Tage Chanukka sind diese Lichter heilig, und es ist uns nicht erlaubt sie zu benutzen, wir dürfen sie nur betrachten, um Deinem Namen zu danken, für Deine Wunder, Deine Hilfe und Deine allmächtigen Taten.

Краткая история Хануки

Ханука - праздник победы евреев над греками во времена 2-го Храма, 150 г. до н.э.
В те дни Иудеей пра-вил греческий царь Антиох IV по прозвищу Епифан (Великолепный). Антиох огнем и мечом насаждал греческие язык и культуру. Подобное «приобщение» к достижениям греческой цивилизации имело успех среди всех подвластных ему народов. Кроме народа маленькой Иудеи.
Когда Антиох понял, что препятствием на его пути в Иудее являются еврейская традиция и Тора, он попытался запретить и то и другое. Свитки Торы изымались и сжигались. Были запрещены обрезание, соблюдение Шабата и праздников. Нарушивших эти запреты подвергали пыткам, тысячи евреев были убиты. Но многие не устояли против суровых угроз, перестали соблюдать кашрут, законы семейной чистоты и другие заповеди Торы. Казалось,  еврейской традиции приходит  конец...
Все изменилось благодаря мужеству Матитьягу из семейства священников Хашмонеев и его пяти сыновей, готовых на все ради Торы. Они четко знали: все в мире подвержено изменению, кроме Торы. Йеуда сын Матитьягу провозгласил: «Кто за Б-га - следуйте за мной!».  Небольшая группа воинов, примкнувших к Матитьягу, чудесным образом одержала победу над войском греческих оккупантов, и Иерусалим снова стал свободным еврейским городом. Но сердце Иерусалима и всей Иудеи- Храм, по прежнему  находился в запустении, грязи и скверне.
25 Кислева 3622 г. (138 г. до н.э.) Храм был заново освящен. Священники должны были зажечь огни храмового светильника- Меноры, но во всем Храме не осталось ни одного сосуда с ритуально чистым оливковым маслом. После долгих поисков был найден маленький кувшин с нетронутой печатью первосвященника (Коэн Гадоль). Масла в нем могло хватить не больше чем на один день. И случилось чудо: огонь в Меноре горел не один день, а восемь, за которые  успели изготовить новое масло.
В память о чуде с Менорой, мудрецы постановили зажигать ханукальные свечи.

События Хануки повторяются и в наши дни. Послушав новости, мы сразу распознаем сегодняшнего Антиоха. Но и теперь, каждый еврей ищет тот самый кувшин с «чистым маслом» в своей душе. Порой необходимы мужество и решимость чтобы зажечь его, но именно тогда этот малый огонек разгорается в яркий свет, способный изменить всю жизнь.

История Хануки учит нас - в самый тяжелый момент, когда мы кажемся малыми и слабыми, а враги наши многочисленными и могучими, именно тогда Всевышний посылает нам чудесное спасение. Свечи Хануки, и все другие Мицвот, которые Вы исполняете несмотря на все препятствия, осветят мир и ускорят приход Мошиаха!

Инструкция к зажиганию ханукальных свечей

Ханукальные свечи должны гореть в каждом доме, в его главной комнате или на окне, которое видно с улицы. Но помимо зажигания дома, принято зажигать свечи также в общественных местах -  в магазинах, и даже на улице.

Ханукальные свечи зажигают все: взрослые и дети. В семье свечи зажигает мужчина (за себя и за жену) и дети. Когда в доме нет мужчины, свечи зажигает женщина.

Свечи зажигают после захода солнца, за исключением пятницы и Шабата.
В Пятницу свечи зажигают до наступления Шабата, т.е. до зажигания Шабатних свечей, а в Шабат свечи зажигают после исхода Шабата.

Пригодны любые свечи, однако лучше всего зажигать фитили, погруженные в оливковое масло.
Свечи (фитили) должны гореть не менее 30 минут после захода солнца.
Шамаш: дополнительная свеча, восковая, от которой зажигают все остальные свечи.
Свечи должны быть расположены в один ряд и на одной высоте, за исключением Шамаша.

В первый вечер зажигают шамашом 1-у свечу, затем каждый день добавляют еще одну, так, что в последний вечер зажигают 8 свечей.

 

Порядок зажигания:

 

1. Расставляют свечи справа налево.  

2. Перед зажиганием следует собрать всех домочадцев.       

3. Зажигают Шамаш.

4. Произносят Брахот перед зажиганием (см. ниже).

5. Затем зажигают свечи, слева направо.  

6. Завершив, говорят "hаНерот hалалу" (см. ниже).

7. Дни Хануки стоит использовать для изучения Торы, особенно при свете свечей.

 

Благословения при зажигании ханукальных свечей

Когда светильник готов для зажигания и уже поставлен на свое место, берут в руку горящую  свечу-шамеш произносят следующие благословения:

1.  Барух Ата А-до-най Э-ло-hэну Мэлэх hаолам Ашэр Кидшану Бэмицвотав Вэцивану Лэhадлик Нэр Ханука.
     Благословен Ты, Б-г, Всесильный наш, Владыка вселенной, освятивший нас Своими заповедями и повелевший нам зажигать Ханукальный светильник.

2.  Барух Ата А-до-най Э-ло-hэну Мэлэх hаолам Шэаса Нисим Лаавотэну Байамим hаhэм Бизман hазэ.
     Благословен Ты, Б-г, Всесильный наш, Владыка вселенной, явивший чудеса отцам нашим в те времена, в эти же дни (года). Впервые зажигая Ханукальные свечи в этом году, произносят также:

3.  Барух Ата А-до-най Э-ло-hэну Мэлэх hаолам Шеhэхэйану Вэкиеману Вэhигиану Лизман hазэ.
     Благословен Ты, Б-г, Всесильный наш, Владыка вселенной, который даровал нам жизнь, и поддерживал ее в нас, и дал нам дожить до этого времени. (Это Благословение говорят только первый раз зажигая Ханукию)

Затем зажигают свечи в указанном выше порядке, после чего произносят:

  Hанэрот hалалу ану мадликин, ал hатэшуот, вэал hанисим, вэал hанифлаот, шэасита лаавотэну байамим hаhэм бизман hазэ, ал йедэй коhанэха hакдошим. Вэхол шмонат йемэй Ханука, hанэрот hалалу кодэш hэм, вээн лону рэшут лэhиштамэш баhэн, эла лиротан билвад, кедэй лэhодот улhалэл  лэшимха hагадол, ал нисэхо вэал нифлэотэха, вэал йэшуотэха.

Эти свечи мы зажигаем (в память) о спасении, и о знамениях, и о чудесах, которые Ты, руками святых Коѓаним Твоих, явил отцам нашим, в те времена, в эти же дни (года). И на протяжении всех восьми дней Хануки эти свечи святы, и мы не имеем права пользоваться их светом – можем лишь смотреть на них, чтобы возносить благодарность и хвалу великому Имени Твоему – за знамения Твои, и за чудеса Твои, и за спасение, посланное Тобою.

 

Ханукальный Словарь

יבכמ Макаби. Это известное слово было написано на щите Йеуды Маккавея. Что же оно обозначает?

4 буквы М-К-Б-Й являются сокращением фразы «Ми Камоха Баэлим Ашем» (из Шмот 15,11), что означает «Кто подобен Тебе, Б-г наш». Они выражают основу любой еврейской удачи и победы. Мы полагаемся не на свою силу, а на силу Всевышнего. Это и есть Ханука.

רוא Ор - свет. Это первое творение в мире (Берешит 1,3). Свет сотворенный в первый день был не свет солнца, созданного на 4 дня позже. Это был чудесный свет, при котором первый человек мог видеть сквозь всю вселенную. Этот свет заложен в Торе, и раскроется с приходом Мoшиаха.

רנ Нэр - свеча. Пламя свечи непрерывно стремится вверх. Поэтому Менора - символ еврейского народа, душа которого непрерывно стремится к Всевышнему. Зажигая свечи Хануки мы зажигаем пламя души, именно это пламя становится Менорой, которая освещает любую тьму.

הנומש Шмонэ - восемь. Не случайно чудо Хануки длилось именно 8 дней. Цифра 8 указывает нам -  ханукальное чудо связано с тем, что находится  за пределами этого мира, основанного на цифре 7. Ханука помогает нам понять, что вселенная - это далеко не все. Это ничто, по сравнению со светом Всевышнего. Светильник с ханукальными  свечами имеет специальное название - "Ханукия". В нём располагается строго на одном уровне 8 свечей по левую и правую стороны от центральной рабочей свечи, называемой - "Шамаш". От Шамаша зажигают остальные свечи.

הכונח תועמ Маот Ханука - Ханукальные Монеты. На Идиш - «Ханука Гелт». По старинному обычаю, в этот праздник родители раздают монеты детям. Часть этих монет дети отдают на Цдаку (помощь нуждающимся), а часть используют для своей личной радости. Да, Ханука - от слова Хинух, воспитание.

ןמש Шемен - Масло. Мы зажигаем свечи на Хануку в честь  того, что масленые свечи горели в Храме восемь дней вместо одного чудесным способом. По традиции, в эти дни, принято готовить блюда на масле, такие как латкес (картофельные оладьи), Суфганиот (пончики) и т. д.

Rosch Haschana, Jom Kippur, Sukkot, Hoschana Rabba, Simchat Torah

Tischrei: ein starker Monat

Vom ersten Schofarton an Rosch Haschana bis zum letzten begeisterten Tanz an Simchat Tora ist Tischrei die ereignisreichste Zeit im jüdischen Jahr – der Monat der Stärke. Die Feiertage im Tischrei sind mehr als nur eine Erinnerung an die Vergangenheit. Jeder von ihnen eröffnet eine unmittelbare Verbindung zu einer spannenden Zukunft und fordert uns auf, das Unsere zu tun, um die Welt zu Heiligkeit und Harmonie zu bringen. Die Tora ist dabei der Leitfaden und ihre Mitzwot (G-ttes Gebote) sind die Werkzeuge; der Monat Tischrei ist voll von diesem Potential. Tritt ein in das jüdische Jahr und erschließe die Kraft dieses starken Monats!

Der Monat Elul

Die letzten Sommertage sind eine „Aufwärmphase“ für den Monat Tischrei. Elul ist der Monat, in dem wir unsere seelischen Motoren für das nächste Jahr bereit machen. Im Elul erleben wir unsere erste Rückkehr zu G-tt erneut: Nach dem Auszug aus Ägypten stieg Mosche dreimal auf den Berg Sinaj. Beim ersten Mal, an das Schawuot erinnert, bekam er die Tora. Das zweite Mal bat er G-tt um Vergebung, nachdem das jüdische Volk das goldene Kalb gemacht hatte. Am ersten Elul stieg Mosche ein drittes Mal auf den Berg, damit G-tt das Volk gnädig wieder annehmen solle. Er blieb vierzig Tage oben, den ganzen Elul hindurch bis Jom Kippur, als die Sünde „ausradiert“ wurde. So ist der Monat Elul eine besondere Zeit der Gnade – eine günstige Zeit für ernsthaftes Gebet, das leicht an G-ttes Ohr dringt.

Der König auf dem Feld

Auf dem Rückweg zu seinem Palast geht ein König durch die umliegenden Felder und grüßt seine Untertanen. Wenn er in seinem Palast auf dem Thron sitzt, ist er schwer zugänglich; nur denjenigen, die seiner Aufmerksamkeit würdig sind, wird eine Audienz gewährt. Aber wenn der König in der Öffentlichkeit auftritt, kann jeder sich ihm nähern. Im Elul ist „der König auf dem Feld“: der G-ttliche „König der Welt“ ist für jeden erreichbar, der sich ihm nähert, und gnädig nimmt er unsere Wünsche an und gewährt unsere Bitten

Traditionen im Elul

• Das Schofar wird wochentags an jedem Morgen geblasen, nicht jedoch am Schabbat und am Tag vor Rosch Haschana.
• Wir geben an jedem Wochentag mehr Zedaka als sonst.
• Von Sonntag, dem 25.09.16, bis zum Vortag von Rosch Haschana werden früh am Morgen Selichot gesagt, besondere Bußgebete. (Sefardim beginnen mit  Selichot bereits am ersten Tag des Monats Elul.)
• Elul ist die ideale Zeit, Mesusot und Tefillin von einem professionellen Schreiber überprüfen zu lassen.
• Wir untersuchen auch uns selbst von innen heraus, denken über das vergangene Jahr nach und fassen Vorsätze für das kommende Jahr.

Der Monat Tischrei

Rosch Haschana

Rosch Haschana ist das Tor zum neuen jüdischen Jahr. Dieser Tag erinnert an die Erschaffung der ersten Menschen, Adam und Chawa (Eva), und ermöglicht es uns, uns zu erneuern, uns dazu zu verpflichten, das Beste, wozu wir fähig sind, zu verwirklichen. Wörtlich bedeutet Rosch Haschana nicht „Neujahr“, sondern „Kopf des Jahres“. So wie der Kopf das Zentrum bewussten Lebens ist und den ganzen Körper kontrolliert, so vermittelt Rosch Haschana Leben und Kraft für das ganze Jahr. Es ist ein starker Tag in einem starken Monat, eine Gelegenheit für uns, uns zu öffnen und uns dem Allmächtigen mit unseren Bitten um alles Gute im kommenden Jahr zuzuwenden.

Den König Empfangen

An Rosch Haschana betreten wir den großen Saal des Königs, und in unseren Gebeten in der Synagoge verkünden wir die Herrschaft G-ttes. Wir freuen uns über ihre Erneuerung und wünschen einander zuversichtlich Segen für ein gutes und süßes Jahr.

Das Schofar

Am Berg Sinaj, bei der Belagerung von Jericho und bei der Krönung von Königen rüttelte der durchdringende Ton des Schofars das jüdische Volk auf und rief es zusammen. Der grelle Klang des Schofars durchdringt Worte und Rechtfertigungen und gelangt direkt zur Seele. Die „Tekia“, ein einfacher, ungebrochener Ton, ähnelt einem Schrei aus der Tiefe des Herzens. Die gebrochenen Töne „Schewarim“ und „Terua“ erinnern an bitteres Schluchzen und Stöhnen. Und zum Schluss kommt die „Tekia Gedola“, ein langgezogener Ton, der an das Große Schofar denken lässt, das ertönen wird, wenn das ganze jüdische Volk bei der Ankunft des Maschiach aus der Zerstreuung in unser Heiliges Land eingesammelt wird.

Bräuche an Rosch Haschana

1. Nach den Gebeten am ersten Abend Rosch Haschana wünschen wir einander "Le-schana tova tikatew we-techatem" (zu einem Mann) oder "Le-schana tova tikkatéwi we-techatémi" (zu einer Frau), „Mögest du für ein gutes Jahr eingeschrieben und besiegelt werden“.

2. An Rosch Haschana isst man üblicherweise Speisen, die Süße, Segen und Wohlstand symbolisieren. Wir tunken unser Brot in Honig. Einen Fischkopf zu schmecken, symbolisiert den Kopf des Jahres, und viele essen Möhren, auf Jiddisch "Meren", weil das Wort mit „mehren“ gleichlautet, sowie andere symbolische Speisen wie Datteln und Grantapfel.

3. Am ersten Abend tunken wir ein Stück Apfel in Honig und fügen bei dem Segensspruch hinzu: „Möge es Dein Wille sein, uns ein gutes und süßes Jahr zu erneuern“.

4. Am ersten Tag von Rosch Haschana ist es üblich, nach dem Nachmittagsgebet Mincha, an einen See oder einen Fluss zu gehen und das Taschlich- Gebet zu sagen (das im Gebetbuch zu finden ist). Es enthält die Prophezeiung: „Wieder wird Er sich unser erbarmen, niedertreten wird Er unsere Vergehungen, ja werfen wirst Du in die Tiefen des Meeres alle ihre Sünden“ (Micha 7:19). Damit machen wir einen Neubeginn.

5. Bevor wir an Rosch Haschana alles Gute erbitten, geben wir zusätzliche Zedaka (Spende) und stellen sicher, dass auch diejenigen, denen es weniger gut geht, Essen und Kleidung haben. An Rosch Haschana selbst können wir diese Mitzwa erfüllen, indem wir einen bedürftigen Menschen zur Festmahlzeit einladen.

Zehn Tage der Umkehr

Unsere Weisen sagen uns, dass G-tt uns zwar immer nahe ist, aber besonders in den zehn Tagen von Rosch Haschana bis Jom Kippur. Das sind die “Asseret Jemej Teschuwa”, die Zehn Tage der Umkehr – eine günstige Zeit für Reue oder vielmehr “Umkehr” zu G-tt.

Fasten Gedalja

Mitwoch, den 05.10.16, ist ein Fasttag, der an die Ermordung von Gedalja erinnert, dem jüdischen Statthalter in Israel zu Beginn des babylonischen Exils.  Vom frühen Morgen bis zum Nachteinbruch essen und trinken wir nichts. In Hannover beginnt das Fasten um 5.12 Uhr und endet um 20.08 Uhr).

Schabbat Schuwa

Der Schabbat dieser Woche (08.10.16) heißt Schabbat Schuwa, nach der Haftara-Lesung, die mit den Worten beginnt: Schuwa Jissrael "Kehre um, Israel".

Jom Kippur
Ein Tag der Ehrfurcht

Der heiligste Tag des Jahres, Jom Kippur (“Versöhnungstag”), beginnt vor Sonnenuntergang am Dienstagabend, dem 11.10.16, und dauert bis Nachteinbruch am Mittwochabend, dem 12.10.16. An diesem Tag richten wir unsere Herzen und Gedanken gemeinsam darauf, unsere Beziehung mit G-tt ins Reine zu bringen.

Der Vorabend von Jom Kippur

In den Tagen vor Jom Kippur gibt es den Brauch, sich durch das Kapparot-Ritual zu ernsthafter Umkehr zu bringen (Einzelheiten findet man im Gebetbuch). Am Nachmittag  sagen wir das Sündenbekenntnis “Al Chet”: Wir zählen auf, was wir im Laufe des Jahres wissentlich oder unwissentlich falsch gemacht haben und bitten G-tt um Vergebung. Wenn der Abend näherrückt, segnen viele ihre Kinder mit dem Priestersegen: “Es segne dich der Ewige und behüte dich; es lasse dir der Ewige Sein Angesicht leuchten und sei dir gnädig; es wende dir der Ewige sein Angesicht zu und verleihe dir Frieden” (Bamidbar / 4. Buch Moses 6:24-26). Einem Sohn wünscht man “möge dich G-tt machen wie Efrajim und Menasche”, einer Tochter “möge G-tt dich machen wie Sara, Rivka, Rachel und Lea”. Es ist üblich, vor den Festtagslichtern eine Kerze für die Lebenden und eine Kerze für verstorbene Eltern anzuzünden, die man bis zum Ausgang von Jom Kippur brennen lässt.

Ein Tag geistiger Reinigung

Jom Kippur bewirkt Sühne für unsere Verfehlungen gegenüber G-tt, aber bei dem, was wir anderen Menschen angetan haben, genügt der Tag allein nicht. Vielmehr müssen wir uns vor Jom Kippur bei Verwandten, Freunden und Bekannten entschuldigen und sie um Verzeihung bitten, um alles Unrecht wieder gut zu machen und Verstimmungen zu überwinden. G-tt hat Jom Kippur als Seinen Tag der Verzeihung ausgewählt. An diesem Tag nahm Er das jüdische Volk nach der Sünde des goldenen Kalbs wieder an. Das klingt noch nach, und unsere Verbindung zu G-tt ist stärker als jede Verfehlung, sie ist der Kern unseres Wesens.

Die Vergebung an Jom Kippur entspringt aus der grenzenlosen Liebe von Eltern für ihre Kinder, die unabhängig von der Situation und von ihrem Verhalten ist. So wenden wir uns mit ganzem Herzen zu G-tt, damit Er unsere Beziehung wieder zu einer reinen und gesunden machen möge. Wir geben unsere Fehler zu, bitten um Verzeihung und bekräftigen unsere Loyalität, wir nehmen uns vor, zu lernen und auf G-ttes Wegen zu wandeln, wenigstens eine Mitzwa mehr zu machen als bisher. Zur Zeit des Tempels war Jom Kippur der einzige Tag, an dem der Hohepriester das Allerheiligste betrat – die höchste Erfahrung, die allergrößte Reinheit verlangte. Auch wir lösen uns an Jom Kippur vom Alltäglichen, und Erwachsene dürfen weder essen noch trinken. (Man muss nicht fasten, wenn das die Gesundheit gefährden würde; in einem solchen Fall wende man sich an einen Rabbiner.) Außerdem tragen wir keine Lederschuhe und waschen uns nicht, verzichten auf Salben und Cremes und pflegen keine ehelichen Beziehungen. Vielerorts trägt man an Jom Kippur weiße Kleider, weil wir an diesem Tag mit Boten G-ttes verglichen werden.

Sukkot

Eine Zeit der Freude

Auf Jom Kippur folgt Sukkot, das Laubhüttenfest. Es wird "die Zeit unserer Freude" genannt, denn die Torah bestimmt es als eine Zeit der Freude: "sei fröhlich an deinem Feste … du sollst voll Freude sein" (Dewarim / 5. Buch Mose 16:14-15). Sieben Tage lang feiern wir lebhaft in der Sukka, der Laubhütte. Diese Woche baut einen Vorrat an belebender Freude für alle Wochen des kommenden Jahres auf.

An Sukkot gibt es zwei besondere Mitzwot. Die eine ist die Laubhütte selbst; die Torah schreibt dazu: "in Hütten sollt ihr sieben Tage lang wohnen" (Wajikra / 3. Buch Moses 23:42). Wir "wohnen" in der Sukka, indem wir während des ganzen Fests (von Sonntagabend, 16.10 bis Sonntagnachmittag, 23.10) unsere Mahlzeiten dort essen. Wenn wir in einer Sukka sitzen und ein Stück Brot oder Kuchen essen, sagen wir die Beracha leschew ba-sukka "in der Sukka zu sitzen" und feiern die Gelegenheit, die Mitzwa zu erfüllen. Ein kompetenter Rabbiner wird Ihnen gerne helfen, eine koschere (vorschriftsgemäße) Sukka zu bauen oder zu kaufen.

Die Sukka erinnert uns an die Wolken der Ehre, die unser Volk während der vierzig Jahre in der Wüste auf dem Weg zum Verheißenen Land umhüllten und schützten. So umgibt uns auch die Sukka ganz mit der Mitzwa und ihrem g-ttlichen Schutz.

Die Vier Arten

Von allem etwas

Die andere besondere Mitzwa von Sukkot sind die Arba Minim, die Vier Arten: Etrog, Lulav, Hadassim und Aravot (Zitrusfrucht, Palmzweig, Myrten und Weidenzweige). An jedem Tag des Fests (außer Schabbat) nehmen wir sie in die Hand und halten sie eng zusammen. Wir sagen einen Segensspruch über sie und schütteln sie nach altem Brauch in alle vier Himmelsrichtungen, nach oben und nach unten, um die Allgegenwart G-ttes zu symbolisieren.
Es gibt viele Erklärungen zur Bedeutung und Botschaft dieser Mitzwa. Vor allem aber lehrt sie uns die Einheit unseres Volkes:

DER ETROG

 

Diese seltene Zitrusfrucht hat sowohl einen guten Geschmack als auch einen angenehmen Geruch. Sie steht für denjenigen, der sowohl viel Torah gelernt hat als auch die Mitzwot erfüllt.

 

DER LULAW:

Der Palmzweig stammt von einem Baum, der wohlschmeckende Früchte trägt, aber keinen Geruch hat. Er repräsentiert diejenigen, die zwar Torahgelehrte sind, sich aber nicht durch gute Taten auszeichnen.

DIE HADASSIM:

Die Myrte ist wohlriechend, aber ohne Geschmack. Sie symbolisiert diejenigen, die viel Gutes tun, aber keine Gelehrten sind.

DIE ARAWOT:

Weidenzweige haben weder Geruch noch Geschmack. Sie stehen für diejenigen, die weder Torahgelehrsamkeit noch gute Taten aufzuweisen haben.

Man könnte meinen, dass der Etrog allein für diese Mitzwa genügen sollte. Aber die Torah lehrt uns, dass die Mitzwa unvollständig ist, solange wir nicht alle vier Arten zusammen nehmen. Ebenso können wir als Volk weder unsere Aufgabe in der Welt erfüllen noch uns vollkommen freuen, wenn wir nicht alle vereint sind.

Hoschana Rabba & Simchat Torah

Hoschana Rabba

Der siebte Tag des Sukkotfests (Sonntag, der 23.10) heißt Hoschana Rabba. Es ist üblich, in der Nacht davor wach zu bleiben und Abschnitte aus der Torah und den Psalmen zu lesen. Am Morgen gehen wir in der Synagoge sieben Mal um die Bimah (das Pult, auf dem die Torah gelesen wird), mit den Vier Arten in der Hand. Dann sagen wir besondere Gebete, die "Hoschanot", in denen wir um ausreichend Regen bitten.

Simchat Torah

Der achte und neunte Tag (ab Sonntagabend 23.10. bis Dienstagabend 25.10) sind Schemini Atzeret und Simchat Torah. Simchat Torah ist der ausgelassene und freudige Höhepunkt, an dem wir das Ende des Zyklus der Torahlesungen mit Tänzen und viel Freude feiern.