An diesem Abend drehte sich im Frauenclub alles um Kunst – doch schon bald ging es um weit mehr als Bilder und Biografien.
Anna Smoliarova stellte jüdische Heldinnen so lebendig vor, dass sie plötzlich nicht mehr wie ferne Gestalten aus vergangenen Zeiten wirkten. Hinter jedem Porträt wurden Persönlichkeit, Schicksal und innere Stärke sichtbar. Aus dem Vortrag entstand ein lebendiger Austausch über Mut, Weiblichkeit, Schönheit und darüber, wie überraschend viel uns mit einer Frau verbinden kann, die ein Künstler vor Jahrhunderten festgehalten hat.
Im Saal kamen Frauen verschiedener Generationen zusammen. Einige brachten ihre Kinder mit, andere trafen Freundinnen wieder, manche waren zum ersten Mal dabei. Bei kleinen Köstlichkeiten wurde weiterdiskutiert, gelacht, erzählt und neue Bekanntschaften geschlossen.
Danach bekamen die Eindrücke Farbe. Eine Künstlerin leitete einen kleinen Workshop, erklärte den Umgang mit Farben und zeigte, wie man die Scheu vor der leeren Leinwand verliert und einfach beginnt.
Zu ruhiger Musik malten die Teilnehmerinnen auf kleinen Keilrahmen. Nach und nach wurden die Gespräche leiser, die Bewegungen konzentrierter – und aus dem kreativen Teil des Abends wurde beinahe eine Meditation. So entstand Bild für Bild, jedes anders, jedes persönlich.
Zurück blieben nicht nur neue Gedanken und eigene kleine Kunstwerke, sondern auch dieses besondere Gefühl von Nähe, innerer Ruhe und gemeinsamer Inspiration

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